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200. Geburtstag Werner von Siemens

Merkel würdigt Fortschritt und Erfindergeist

Wo wäre Deutschland ohne findige und mutige Unternehmerpersönlichkeiten wie Werner von Siemens? Das fragte Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Festakts zum 200. Geburtstag des Erfinders und Unternehmers in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht beim Festakt anlässlich des 200. Geburtstags von Werner von Siemens. Am 13. Dezember wäre Werner von Siemens 200 Jahre alt geworden – Merkel gratulierte zum Jubiläum. Foto: Bundesregierung/Steins

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte in ihrer Festrede nicht nur die "zukunftsweisenden Erfindungen" von Werner von Siemens, sondern auch sein "wirtschaftlich vorausschauendes Denken." So habe er sich unter anderem für einen erweiterten Patentschutz eingesetzt. Die Prinzipien des Gesetzes, das 1877 in Kraft trat, gelten bis heute. Weitsicht habe Siemens auch in seinem Engagement bewiesen, qualifizierte Beschäftigte an das Unternehmen zu binden, so die Kanzlerin.

Gute soziale Bedingungen für Arbeitnehmer

"Siemens wusste um die Innovationskraft, die der Motivation und Identifikation der Mitarbeiter mit dem eigenen Betrieb" innewohne, sagte Merkel. Diese Innovationskultur gehöre auch heute noch zur Unternehmenskultur der Firma. Siemens habe darauf gesetzt, vernünftige soziale Bedingungen zu schaffen. Er habe Fortschritt nicht nur in technologischer, sondern auch in sozialer Hinsicht gefördert.

Der Unternehmer ließ seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter früh am Erfolg teilhaben. Dazu setzte er Leistungsanreize, indem er seine Mitarbeiter besser entlohnte als andere Unternehmer. Zudem zahlte er nicht nur Prämien, sondern legte auch kürzere Arbeitszeiten fest.

Digitalisierung und Gründerkultur

Die Bundeskanzlerin schlug in ihrer Rede den Bogen zur Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft heute. Deren Chance zu nutzen sei natürlich nicht nur eine Herausforderung für große Unternehmen wie Siemens, sondern auch für kleine und mittlere Betriebe. Deshalb gehe es hierbei auch darum, Kompetenzzentren zu bilden und wie seiner Zeit Werner von Siemens "eine lebendige Gründerkultur zu pflegen."

Digitale Bildung spiele in dem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Beim IT-Gipfel in Saarbrücken am 17. November stand dieses Thema daher ganz oben auf der Tagesordnung, erklärte Merkel. "Wir müssen uns gemeinsam überlegen, wie wir gesamtstaatlich die Voraussetzungen dafür schaffen können, dass die Schulen gut ausgerüstet und die Lehrer gut qualifiziert sind, damit die Kinder gut gerüstet in die neue Zeit hineinwachsen – nicht nur zu Hause mit der Nutzung des eigenen Smartphones und des eigenen Tablets, sondern auch durch geeignete Bildung", so die Kanzlerin weiter.

Merkel ging auch auf die Gefährdungen durch Cyber-Angriffe ein. Sie forderte eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Die nationale Cyber-Sicherheitsstrategie sei dabei ein erster Schritt.

Mittwoch, 30. November 2016

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