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Rede beim BDA

Merkel würdigt Arbeitgeberpräsident

Weil Deutschland wirtschaftlich gut dasteht, könne es Europa helfen. "Solidarität muss darauf ausgerichtet sein, dass die Stärkeren den Schwächeren helfen und dass aus den Schwächeren wieder Stärkere werden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Verabschiedung des langjährigen Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt.

Merkel beim BDA Angela Merkel mit dem scheidenden BDA-Präsidenten Dieter Hundt (r.) und dessen Nachfolger Ingo Kramer Foto: Bundesregierung/Denzel

In ihrer Rede dankte die Bundeskanzlerin dem scheidenden Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). "Sie haben sich um unser Land verdient gemacht." Hundt hatte das Amt seit Dezember 1996 inne. "Unternehmerische Freiheit und soziale Verantwortung, das haben Sie als eine produktive Einheit angesehen, als Unternehmer genauso wie als Arbeitgeberpräsident", so Merkel. Damit spiegele sich in seinem Wirken gelebte soziale Marktwirtschaft wider. Hundts Nachfolger ist Ingo Kramer.

Soziale Marktwirtschaft im Fokus

"Es ist ein Irrtum, zu glauben, wenn alle schwach wären, dann wäre die Solidarität schöner", betonte Merkel. In Deutschland habe man in der großen Bewährungsprobe der Jahre 2008 und 2009 gute Lösungen für das Land gefunden, die auch Europa helfen.

"Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung der sozialen Marktwirtschaft hat sich über die Jahrzehnte hinweg in allen konjunkturellen Stürmen immer wieder bewährt", so die Bundeskanzlerin. Gerade die Krise habe gezeigt, was soziale Marktwirtschaft an Kräften freisetzen könne, erklärte Merkel. "Wir - die Industrie, der Arbeitgeberverband, die Gewerkschaften und die Politik - haben uns von Anfang an zusammengesetzt und versucht, in einer ganz schwierigen Situation Lösungen zu finden."

Chance auf Erwerbstätigkeit für alle

Heute gibt es in Deutschland 42 Millionen Erwerbstätige und mehr als 29 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die Kanzlerin sprach von guten Befunden für die deutsche Wirtschaft und die Beschäftigungslage. Allerdings seien die fast noch drei Millionen Arbeitslose drei Millionen zu viel. "Jeder muss in unserem Land die Chance haben, erwerbstätig zu sein."

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) setzt sich auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für die Interessen von einer Million Betrieben ein, die 20 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen. Die Positionen der BDA sind nach ihrem Selbstverständnis überparteilich und stellen den sozial- und tarifpolitischen Grundkonsens der gesamten deutschen Wirtschaft dar.

Dienstag, 19. November 2013