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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Samstag, 12. März 2016

Laufende Nr.:
70
Ausgabejahr:
2016

Video-Podcast

Merkel: Wir müssen uns sputen

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt, dass das Thema Big Data ein Schwerpunkt der diesjährigen CeBIT ist. Die Daten seien "die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts", sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Am Dienstag (15.03.) wird sie die weltgrößte IT-Messe gemeinsam mit dem Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann besuchen.

Deutschland, sagt die Bundeskanzlerin, tue sich beim Thema Big Data "an manchen Stellen noch schwerer als andere Länder" und müsse aufholen. Wer heute gute Maschinen oder gute Autos herstellen könne, aber "nicht in ausreichender Weise den Zugang zum Kunden" bekomme, werde morgen nicht mehr "Hauptteil der Wertschöpfung" sein. Die Bundesregierung achte darauf – auch im Zusammenhang mit der Digitalen Agenda, erklärt Merkel. Sie weist auf das Technologie-Förderprogramm Smart Data hin, mit dem der Bund die Industrie unterstützt. Aber natürlich, so die Bundeskanzlerin, müssten "die Hauptinitiativen von den Herstellern" ausgehen. Die Politik müsse für den rechtlichen Rahmen sorgen. "Hier hat es glücklicherweise in der Europäischen Union Fortschritte gegeben: durch die Verabschiedung der Datenschutzgrundverordnung, die für diese Fragen in Zukunft wegweisend sein wird", sagt Merkel.

Die Bundeskanzlerin widerspricht der Einschätzung der Expertenkommission Forschung und Innovation, wonach es im Mittelstand an Innovationsbereitschaft mangelt. Das möge für Teile des Mittelstandes stimmen, sagt Merkel, "für andere Teile stimmt es nicht." Bei ihren jüngsten Unternehmensbesuchen – bei Festo in Ostfildern und Aesculap in Tuttlingen – habe sie sich davon überzeugen können, dass man die digitalen Möglichkeiten nutze.

Merkel spricht von einem Wettlauf zwischen den großen Internetunternehmen und den "World Champions" in der Herstellung konkreter Produkte, etwa in der Medizintechnik oder im Maschinenbau. "Und deshalb müssen wir uns sputen", sagt die Bundeskanzlerin. Auf die Frage, ob die Digitale Agenda zu spät gekommen sei, antwortet sie: "Das würde ich nicht sagen. Aber die Zeit drängt."

Hinweis:
Der Video-Podcast ist heute, Samstag, ab 10:00 Uhr unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar. Unter dieser Internetadresse ist dann auch der vollständige Text zu finden.