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Russland

Merkel: Urteil gegen "Pussy Riot" unverhältnismäßig hart

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über das harte Urteil gegen die Mitglieder der Band "Pussy Riot" geäußert. Es stehe nicht im Einklang mit den europäischen Werten von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Die drei Mitglieder von Pussy Riot im Gerichtssaal Die Bandmitglieder im Gerichtssaal Foto: picturea-alliance/dpa

Aus Anlass der Urteilsverkündung gegen Mitglieder der russischen Band "Pussy Riot" erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel:

"Den Prozess gegen Mitglieder der Band Pussy Riot habe ich mit Besorgnis verfolgt. Das unverhältnismäßig harte Urteil steht nicht im Einklang mit den europäischen Werten von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, zu denen sich Russland unter anderem als Mitglied des Europarates bekannt hat. Eine lebendige Zivilgesellschaft und politisch aktive Bürger sind eine notwendige Voraussetzung und keine Bedrohung für Russlands Modernisierung."

Die drei Musikerinnen waren am Freitag wegen Rowdytums motiviert durch religiösen Hass zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten im Februar in einer Moskauer Kathedrale gegen den damaligen russischen Regierungschef und heutigen Präsidenten Wladimir Putin protestiert.

Freitag, 17. August 2012