Merkel: UN-Sicherheitsrat soll sich mit Myanmar befassen

Myanmar Merkel: UN-Sicherheitsrat soll sich mit Myanmar befassen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Regierung von Myanmar aufgefordert, die Demonstrationen im Land zuzulassen und die Menschenrechte zu achten. Am Rande ihres Besuchs bei den Vereinten Nationen in New York nannte die Kanzlerin die Zustände in dem ostasiatischen Staat "dramatisch". Die Ereignisse gäben Anlass zu großer Sorge.

„Die Regierung dort ist aufgerufen, die Menschenrechte zu wahren und friedliche Demonstrationen zu ermöglichen“, sagte die Kanzlerin am Dienstagmorgen Ortszeit.

Merkel sprach sich dafür aus, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Lage in Myanmar befasst. Sollte sich die Situation nicht verbessern, müssten die Sanktionen gegen das Militärregime verstärkt werden.

Unbeeindruckt von Drohungen der Militärregierung demonstrieren in Myanmar (auch Birma oder Burma genannt) seit Tagen etwa 10.000 buddhistische Mönche. Andere Bürgerinnen und Bürger des Landes haben sich dem Protest für Demokratie angeschlossen. Sie erinnern an den Aufstand von 1988, den das Militär seinerzeit brutal niedergeschlagen hatte und fordern Demokratie.