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Bürgerdialog in Schwedt

Merkel: Lebensverhältnisse weiter angleichen

Medizinische Versorgung und Pflege in ländlichen Gebieten, demografischer Wandel, eine sichere und bezahlbare Energieversorgung - die Bürgerinnen und Bürger aus der Uckermark hatten viele Fragen zu diesen und weiteren Themen. Antworten darauf gab Bundeskanzlerin Merkel, die zu einem Bürgerdialog nach Schwedt gereist war.

Bundeskanzlerin Merkel stellt in Schwedt den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Bürgerdialog in ihrer Heimat: Kanzlerin Merkel verbrachte ihre Kindheit in der Uckermark. Foto: Bundesregierung/Steins

"Nach Schwedt zu kommen, ist für mich ein Stück Heimat", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ihre Kindheit in der Uckermark verbracht hatte. Gefragt zu den unterschiedlichen Lebensverhältnissen zwischen Ost und West sagte Merkel, dass dies eine große Herausforderung sei und die Bundesregierung hier einen Schwerpunkt ihrer Politik setzt, so die Kanzlerin. Dazu sei die Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" ins Leben gerufen worden.

Ländliche Räume weiter stärken

Ein Punkt, um gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, sei die medizinische Versorgung auf dem Land. Um mehr Ärzte aufs Land zu bekommen, würden junge Mediziner gefördert, wenn sie sich nach der Ausbildung verpflichteten, für eine bestimmte Zeit Landarzt zu werden, sagte die Kanzlerin.

Mit Blick auf die Kinderbetreuung habe die Bundesregierung den Ländern mit dem Gute-Kita-Gesetz finanzielle Hilfen an die Hand gegeben, so Merkel. Wie die Gelder verwendet werden, liege aber in der Verantwortung der Bundesländer. 

In die Forschung zu investieren sei eine Chance, auch strukturschwächere ländliche Räume zukunftsfähig aufzustellen. Die Kanzlerin sagte, dass so auch einem industriellen Wandel erfolgreich begegnet werden könne.

Bürgerdialoge mit der Bundeskanzlerin finden seit vielen Jahren in verschiedenen Formaten und zu unterschiedlichen Themen statt. Sie sind von Stadt zu Stadt ganz unterschiedlich und haben sich als ein Forum für das direkte Gespräch bewährt.

Austausch mit Kulturschaffenden

Bevor sich die Kanzlerin den Fragen der Bürger stellt, informierte sie sich bei Theaterschaffenden der Uckermärkischen Bühnen. Diese gehören zu den herausragenden Kulturstandorten im Nordosten Brandenburgs mit ihrer besonderen Lage an der deutsch-polnischen Grenze.

Themen der Gesprächsrunde waren unter anderem die spezifischen Aufgaben einer Landesbühne, Erfahrungen in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und Aspekte der kulturellen Arbeit im ländlichen Raum.


Dienstag, 30. April 2019