Starke Kommunen, Starkes Land

Kanzlerin beim Verband kommunaler Unternehmen Starke Kommunen, Starkes Land

„Unser Land ist als Ganzes immer nur stark, wenn die Kommunen stark sind“, sagte Kanzlerin Merkel bei der Jahrestagung des Verbands der kommunalen Unternehmen (VKU). Gerade beim Ausbau von klimafreundlicheren Strom- und Wärmenetzen liege noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Die Bundesregierung will Städte und Gemeinden dabei unterstützen.

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Video Kanzlerin beim Verband kommunaler Unternehmen

Auf Daseinsvorsorge ist Verlass

Vom Nahverkehr bis zur Wasser- und Energieversorgung, das Spektrum an Leistungen kommunaler Unternehmen ist vielfältig und wichtig für die Lebensqualität in Städten und Kommunen. Gerade das letzte Jahr habe gezeigt, dass auch in Ausnahmesituation auf die Daseinsvorsorge Verlass ist, so Bundeskanzlerin Merkel in der Videokonferenz mit dem VKU. Eine gute Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Gemeinden sei gerade in der Corona-Pandemie besonders wichtig. „Die Bürgerinnen und Bürgern fragen ja nicht, wer zuständig ist, sondern sie wollen einen funktionierenden Staat“, so Merkel.

Klimaschutz nicht weniger wichtig

Die Corona-Pandemie habe das Thema Klimaschutz nicht weniger wichtig werden lassen, so die Kanzlerin. Städte und Gemeinden spielten auch beim Klimaschutz eine wichtige Rolle. Die kommunalen Energieversorger sollen den Anteil an erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von heute 46 Prozent auf 65 Prozent bis 2030 steigern. Die Bundesregierung setzt mit der jüngsten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den Rahmen, um dieses Ziel zu erreichen. „Das ist ein ganz entscheidender Baustein auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität“, sagte Merkel.

Strom und Wärme aus intelligenten Netzen

Für kommunale Energieversorger ist es eine große Aufgabe, die steigenden Strommengen aus erneuerbaren Energien in die Stromnetze zu integrieren. Intelligente Netze sind dabei besser in der Lage Schwankungen auszugleichen, die bei Wind- und Solarstrom naturgemäß anfallen. Es brauche auch intelligente Netztechnologien für die Integration von Elektroautos oder Wärmepumpen.

Bei der Wärmeversorgung sei es auch wichtig, klimafreundliche Alternativen zu nutzen. 80 Prozent der Energie für Raumwärme und Warmwasser kommen noch aus fossilen Energieträgern. Die Wasserstofftechnologie biete hier aber großes Potential, so Merkel. Damit der Wasserstoff dorthin kommt, wo er gebraucht wird, bedarf es auch einer intelligenten Wasserstoffnetzinfrastruktur. Die Bundesregierung will mit ihrer Wasserstoffstrategie die innovative Technologie in Städten und Gemeinden nutzbar machen. „Kommunale Unternehmen zeigen, dass klimafreundliche, ressourcen- und kostensparende Technologien Wesensmerkmale einer modernen Daseinsvorsorge sind“, sagte Kanzlerin Merkel.