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CeBIT 2016

Merkel fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung

Bundeskanzlerin Merkel hat mehr Tempo beim digitalen Umbau der Wirtschaft gefordert. "Die Zeit drängt", mahnte sie bei ihrem traditionellen Rundgang auf der CeBIT in Hannover. Zugleich zeigte sie sich beeindruckt, wie das Thema Industrie 4.0 in allen Bereichen der Wirtschaft und des individuellen Lebens voranschreite.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann während ihres Rundgangs über die Cebit am Stand der ETH Zürich. Die Kanzlerin greift zum Stift und testet eine neue App zum Ausmalen. Foto: Bundesregierung/Güngör

Die Kanzlerin hatte vor allem eine Botschaft bei ihrem Besuch auf der CeBIT, der weltweit größten IT- und Computermesse in Hannover: "Ich kann mir nur wünschen, dass die deutschen Unternehmen - egal, ob mittelständisch oder groß - schnell die Möglichkeiten der Verschmelzung mit den Möglichkeiten des Internets nutzen, um auch in ihren Kundenbeziehungen modern und auf der Höhe der Zeit zu sein." Damit sicherten sie die Wertschöpfung in Deutschland für die nächsten Jahre und Jahrzehnte", erklärte sie.

Ansonsten habe ihr der Messerundgang gezeigt, wie das Thema Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge in allen Bereichen der Wirtschaft und des individuellen Lebens voranschreite, sagte Merkel. Sie stellte weiter fest: "Die Potenziale, die beim Thema Effizienzgewinn zu heben sind, sind beträchtlich."

CeBIT-Partnerland Schweiz

Besonders beeindruckt zeigte sich die Bundeskanzlerin von ihrem Besuch bei den Ständen des diesjährigen Partnerlandes - der Schweiz. Insgesamt sind auf der CeBIT mehr als 70 etablierte Unternehmen und Startups, Universitäten und Fachhochschulen aus der Alpenrepublik vertreten.

Interessant sei für sie, dass die Hochschulen und insbesondere die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich eine so zentrale Rolle spielten. Dies gelte auch in Bezug auf Ausgründungen und die Möglichkeiten, aus der Forschung direkt in Startups zu gehen. "Ich denke, das können wir auch in Deutschland noch forcieren", sagte Merkel.

"D!conomy: join - create - succeed"

Das Motto der Messe "D!conomy: join - create - succeed" soll die tiefgreifende Digitalisierung der gesamten Wirtschaft zum Ausdruck bringen. Nach der Digitalisierungswelle bei den Konzernen sollen nun auch kleine und mittlere Unternehmen neue Wege beschreiten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

"Der Mensch muss selbstverständlich absolut im Zentrum bleiben", mahnte der Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann als höchster Repräsentant des Partnerlandes. Die Technologie sei nur Hilfsmittel. "Es geht um die 'human beings', die wir sicherer machen wollen."

Die CeBIT ist die weltweit größte Messe für Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie findet seit 1986 jedes Frühjahr auf dem Messegelände in Hannover statt. Rund 221.000 Besucher informierten sich im vergangenen Jahr an insgesamt 3.300 Messeständen.

Dienstag, 15. März 2016