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Kanzlerin eröffnet Klima-Arena

Klimawandel erleben und verstehen

Erkennen, wie man selbst zum Klimawandel beiträgt und was man zum Schutz der Umwelt ändern kann: In der neuen Klima-Arena in Sinsheim ist das möglich. "Wir können besser und schneller vorankommen, wenn die Menschen auch mitmachen", sagte Bundeskanzlerin Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel während eines Rundgang anlässlich der Eröffnung der Klima-Arena. Kanzlerin Merkel bei der Eröffnung der Klima-Arena in Sinsheim: Hier wird anschaulich gemacht, was der Klimawandel ist und was jeder tun kann, um ihm einzudämmen. Foto: Bundesregierung/Steins

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Klima-Arena der Klimastiftung für Bürger in Sinsheim (Baden-Württemberg) zusammen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnet. Immer mehr Menschen und Unternehmen denken darüber nach, wie sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Um Erfahrungen zu sammeln, sich etwa den ökologischen Fußabdruck beim Einkauf anzuschauen und dafür ein Gefühl zu entwickeln, "sind diese Klima-Arena und die Arbeit der Stiftung von so großer Bedeutung", sagte die Kanzlerin.

Wer Bescheid weiß, kann das Klima schützen

Die Klima-Arena ermögliche Menschen, den Klimawandel zu erleben und zu verstehen. Wer verstehe, was geschieht, könne das eigene Verhalten verändern, um den Klimawandel zu bekämpfen, so Merkel.

Die Klimastiftung für Bürger ermutigt zur aktiven Beteiligung. Die Stiftung will darüber informieren, wie jeder Einzelne im Alltag verantwortungsbewusster und ressourcenschonender leben und handeln kann.

Für Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen bietet sie Fortbildungen, Kampagnen und Aktionen an. Die Klima-Arena kooperiert beispielsweise mit der vom Bund geförderten Initiative "Haus der kleinen Forscher".

Als Industrieland besonders verpflichtet

Nach den Nachrichten aus der Wissenschaft scheine der Klimawandel schneller stattzufinden als noch vor ein paar Jahren gedacht, sagte Merkel. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 verpflichtet - zusammen mit vielen anderen europäischen Ländern und insgesamt mehr als 60 Staaten. Sie sei überzeugt, dass dieses sehr ehrgeizige Ziel zu erreichen sei, betonte die Kanzlerin.

Deutschland mache zwar nur ein Prozent der Weltbevölkerung aus, verursache aber zwei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Als eine der ersten Industrienationen seien wir verpflichtet, unser Verhalten zu ändern. Die Politik müsse den Rahmen setzen, um Wohlstand und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Klimagesetze auf den Weg bringen

Mit ihrem Klimaschutzprogramm und dem geplanten Klimaschutzgesetz will die Bundesregierung zunächst den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 55 Prozent verringern. Sie werde dafür sorgen, ein verlässliches und überprüfbares Monitoring "glasklar" im Gesetz zu verankern, sagte Merkel.

Die Menschen müssten wissen, welche Veränderungen auf sie zukämen. Der marktwirtschaftliche Preis für den CO2-Ausstoß werde sozialverträglich gestaltet. Viel müsse bei Gebäuden und beim Heizen getan werden. Daher gebe es Entlastungen für den Austausch alter Ölheizungen.

Sorgenkind sei der Verkehr: Denn trotz besserer Technologie und Energieeffizienz ist der CO2-Ausstoß in diesem Bereich nicht gesunken. Mit alternativen Antrieben – elektrisch und mit Wasserstoff – werde der Klimaschutz vorankommen. Merkel kündigte für die nächsten Monate eine Vielzahl von Gesetzen an.

Montag, 07. Oktober 2019