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Deutsch-niederländisches Verhältnis

Merkel: Enge Freunde im Herzen Europas

Für seine Verdienste um die europäische Einigung und das deutsch-niederländische Verhältnis hat der niederländische Ministerpräsident Rutte den Walther-Rathenau-Preis erhalten. Die Bundeskanzlerin überreichte die Auszeichnung.

Der Ministerpräsident der Niederlande, Mark Rutte, erhält den Walther-Rathenau-Preis von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Rutte erhält den Walther-Rathenau-Preis für sein herausragendes außenpolitisches Lebenswerk. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte als Persönlichkeit, die sich bei allem ganz besonders vom Glauben an die Kraft der Freiheit leiten lässt. "Mark Rutte ist jemand, von dem ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass er den Glauben an die Freiheit jemals verlieren könnte. Denn er weiß sehr wohl zu unterscheiden zwischen einer Toleranz, die das geeinte und freie Europa beseelt, und einer Toleranz, die falsch verstanden die Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechts hinnimmt."

Nachbarschaft - Partnerschaft - Freundschaft

Merkel betonte in ihrer Rede, wie gut sich die deutsch-niederländischen Beziehungen entwickelt haben. Nach den schrecklichen Erfahrungen der beiden Weltkriege seien die Deutschen besonders dankbar für die Wiederannäherung zwischen beiden Nationen. "Die Niederlande und Deutschland stehen sich näher denn je. Wir sind nicht einfach Nachbarn, sondern enge Freunde im Herzen Europas."

Im Geiste dieser Freundschaft sei es leicht gewesen, sich über die historische Grenzfrage in der Emsmündung zu einigen. Die Bundeskanzlerin hob die unmittelbar praktischen Auswirkungen der deutsch-niederländischen Aussöhnung für die Menschen hervor: "Vor allem in der Grenzregion ist die deutsch-niederländische Partnerschaft kein Thema, sie wird dort einfach gelebt. Für viele Menschen dort ist es ganz natürlich, die Sprache des jeweils anderen zu sprechen oder tagtäglich die Grenze zu überqueren, um auf der anderen Seite zu arbeiten."

Das Walther Rathenau Institut ist eine überparteiliche, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin. Das Institut ist benannt nach Walther Rathenau, dem deutsch-jüdischen Außenminister der Weimarer Republik.
Das Institut soll an das Leben und Wirken des am 29. September 1867 in Berlin geborenen Industriellen, Essayisten und Außenpolitikers Walther Rathenau erinnern. Es will Rathenaus Werk und sein Eintreten für demokratische Grundwerte, Völkerverständigung und Toleranz einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen.
Zu diesem Zweck fördert die Stiftung die politische Bildung im Sinne Walther Rathenaus, insbesondere durch Beiträge und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Außenpolitik. Darüber hinaus sollen außenpolitische Studien zu aktuellen, Deutschland betreffenden Themen erstellt werden, die den liberalen Geist Walther Rathenaus reflektieren.

Freitag, 21. November 2014