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Soldaten und Polizisten im Auslandseinsatz

Merkel dankt den Angehörigen

Es ist bereits Tradition: Die Bundeskanzlerin nutzt die Adventszeit, um Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten sowie Polizistinnen und Polizisten, die sich im Auslandseinsatz befinden, Danke zu sagen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel führt die Gäste durch den Kabinettssaal. Die Kanzlerin führt ihre Gäste persönlich durch das Kanzleramt. Foto: Bundesregierung/Kugler

Etwa 3.000 Soldaten und 200 Polizisten sind derzeit im Ausland im Einsatz. Angehörige dieser Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten sowie Polizistinnen und Polizisten hat Angela Merkel im Kanzleramt empfangen. Sie dankte ihnen stellvertretend für alle Angehörigen, die von ihren Partnern getrennt sind.

Im Gespräch mit Ehegatten, Eltern und Kindern verschaffte sich die Kanzlerin einen Überblick über die Herausforderungen an die Familien. In ihrem Podcast vom 12. Dezember hatte die Kanzlerin betont: Es sei für sie wichtig, aus dem Blickwinkel der Familien zu hören, wie das Leben der Angehörigen der Soldaten und Polizisten ist, wie sie in der Gesellschaft aufgenommen werden und wie die Bundeswehr ihnen hilft. Das Thema Vereinbarkeit Familie und Beruf habe hohe Priorität.

Hochachtung für die Soldaten und Polizisten

"Wir können sehr dankbar sein, dass sich Menschen dafür entscheiden, einen Beruf zu wählen, in dem sie sich für unsere Sicherheit einsetzen", hatte Merkel in dem Videopodcast erklärt. Sie würdigte den Dienst der Soldaten und Polizisten: Sie verteidigten "unsere Sicherheit außerhalb Deutschlands". Und weiter: "Sie leisten damit für uns alle in Deutschland einen sehr wichtigen Beitrag." Ihnen gebühre dafür Hochachtung.

Deutschland habe seine militärischen Einsätze in diesem Jahr ausweiten müssen, die Zahl der Konflikte habe zugenommen, stellte die Bundeskanzlerin fest. Der sogenannte Islamische Staat sei "eine große Bedrohung". Gleichzeitig hob Merkel hervor, es gebe durchaus auch Erfolge: Durch die Ausbildung von Soldaten der Peschmerga im Irak habe Deutschland dazu beitragen, dass sie Städte zurückerobern und Menschen wieder in ihre Heimat gehen konnten.

Merkel betonte: "Die militärische Komponente ist oft eine wichtige, eine unabdingbare, aber sie darf nicht alleine stehen." Politische Verhandlungen und Entwicklungshilfe müssten hinzukommen. Nur mit einem Gesamtkonzept könne man Erfolge erzielen, so die Bundeskanzlerin.

Mittwoch, 16. Dezember 2015