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Zugunglück bei Bad Aibling

Merkel: "Bestürzt und traurig"

Elf Menschen sind bei dem schweren Zugunglück in Bayern ums Leben gekommen. "Ich bin bestürzt und traurig über das schwere Zugunglück bei Bad Aibling. Mein Mitgefühl gilt vor allem den Familien der Menschen, die dabei ihr Leben verloren haben", sagte Bundeskanzlerin Merkel.

Rettungskräfte stehen an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). Nach Bergung der Opfer ist nun die Suche nach der Ursache des Zugunglück im vollen Gange. Foto: picture alliance / dpa

"In Gedanken bin ich auch bei den zahlreichen Verletzten, die mit den Folgen des Unglücks ringen. Ich wünsche Ihnen eine schnelle und möglichst vollständige Genesung", so Bundeskanzlerin Angela Merkel weiter. "Wir alle haben den Einsatz- und Rettungskräften aus der ganzen Region, die sich unter schweren Bedingungen um die Verunglückten gekümmert haben, für ihre unermüdliche Arbeit zu danken."

Elf Menschen kamen am Dienstag bei einem schweren Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling ums Leben. Zahlreiche Reisende wurden schwer, viele leicht verletzt. Es handelt sich um eines der schwersten Zugunglücke der vergangenen Jahre.

Bis zu 700 Einsatz- und Rettungskräfte beteiligt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zeigte sich am Dienstag nach dem Besuch der Unglücksstelle tief betroffen. Er sprach angesichts des Zugunglücks in Bad Aibling von einer "schweren Stunde in der Geschichte des Zugverkehrs in Deutschland". Die Unfallstelle habe ein erschreckendes Bild abgegeben, sagte Dobrindt auf der anschließenden Pressekonferenz in Bad Aibling.

Er sei in Gedanken bei den Opfern und deren Angehörigen, so der Minister. Es handele sich um eine schreckliche Katastrophe. Ausdrücklich dankte er den rund Einsatz-und Rettungskräften, die unter schwierigsten Bedingungen die Verletzten geborgen hatten.

Nach Angaben der Ermittler ist das Unglück auf menschliches Versagen zurückzuführen. Gegen den Fahrdienstleiter sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt am 16. Februar.

Im oberbayerischen Landkreis Rosenheim sind am Dienstagmorgen zwei Regionalzüge offenbar mit hoher Geschwindigkeit frontal zusammengestoßen. Das Unglück geschah gegen 6.45 Uhr auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim in Höhe Bad Aibling. Die Unfallstelle ist nur schwer zugänglich. Rettungskräfte gelangten mit Hubschraubern an den Unglücksort.

Dienstag, 16. Februar 2016

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Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur