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Hannover Messe 2013

Meilenstein für Industrie der Zukunft

Gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel deutsche und russische Unternehmen auf der Hannover Messe besucht. Die Messe sei das "Schaufenster der Industrie weltweit", sagte Merkel. Russland ist in diesem Jahr Partnerland der weltgrößten Industrieschau.

Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die Hannover Messe Foto: Bundesregierung/Steins

Wer etwas im industriellen Bereich auf sich halte, dürfe auf der Hannover Messe nicht fehlen, sagte die Bundeskanzlerin in ihrer Eröffnungsrede. Die Messe sei zusammen mit der erst kürzlich beendeten Cebit ein "Meilenstein im Blick auf zukünftige industrielle Entwicklungen".

Rund 160 russische Aussteller

Die Bundeskanzlerin nannte es ein gutes Zeichen, dass Russland im deutsch-russischen Jahr auf der Hannover Messe so zahlreich vertreten sei. Rund 160 russische Aussteller präsentieren sich dort. Niemals zuvor haben sich so viele russische Unternehmen an einer Industriemesse außerhalb des eigenen Landes beteiligt.

Während ihres Rundgangs habe sie sich von der Vielfalt der russischen Aussteller überzeugen können, so die Bundeskanzlerin. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland sei "zuverlässig und planmäßig". Der deutsch-russische Handel hat im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 80 Milliarden Euro einen Rekordwert erreicht.

Vergleichbar mit der Erfindung der Dampfmaschine

Rund 6.500 Austeller, davon mehr als 50 Prozent internationale Unternehmen, präsentieren sich bis zum 12. April auf der Hannover Messe 2013.

Die derzeitigen Entwicklungen in der Industrie bezeichnete Merkel als "revolutionär". Sie seien vergleichbar mit der Erfindung der Dampfmaschine oder der Massenproduktion an Fließbändern. Die Industrie sei jetzt in einer Phase, "in der die Möglichkeiten der Software mit den Fähigkeiten der Hardware verschmelzen".

Mit dem Leitthema "Integrated Industry" setzt die Hannover Messe in diesem Jahr ihren Fokus auf die zunehmende Vernetzung aller Bereiche der Industrie. Dies umfasst auch die Vernetzung aller am Produktionsprozess beteiligten Maschinen.

So erkennen künftig Maschinen eventuelle Abweichungen bei den zu bearbeitenden Werkstücken. Oder das Werkstück teilt der Maschine über eine Kennung mit, wie es zu bearbeiten ist. Die Werkzeuge passen sich dann selbstständig an und optimieren so den laufenden Fertigungsprozess. Produkte können dadurch schneller, kostengünstiger und qualitativ hochwertiger produziert werden.

Merkel spricht sich für aktive Zivilgesellschaft aus

Deutschland wolle mit Kooperationen in Forschung und Ausbildung dabei helfen, den Wohlstand der russischen Bevölkerung zu verbessern, so die Bundeskanzlerin. Dies gelinge dann am besten, wenn es eine "aktive Zivilgesellschaft" gebe. Dazu müsse man auch den in Russland tätigen Nichtregierungsorganisationen "eine gute Chance geben".

Technologiepreis verliehen

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka verlieh im Rahmen der Eröffnungsfeier den Hermes Award, den internationalen Technologiepreis der Hannover Messe. In diesem Jahr ging er an die Bosch Rexroth AG.

"Wie innovativ deutsche Unternehmen sind, kann man jedes Jahr hier auf der Hannover Messe demonstriert bekommen", sagte die Ministerin.

Montag, 08. April 2013