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Wirtschaft

Mehr Engagement in Asien

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht hohes Potential für eine engere Zusammenarbeit Deutschlands mit dem asiatisch-pazifischen Raum. Dies erklärte sie bei einer Ansprache vor dem Asien-Pazifik-Ausschuss. Bei der Veranstaltung trat der neue Vorsitzende des Gremiums, Hubert Lienhard, sein Amt an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede Merkel: Deutschland muss und kann sich noch stärker als bisher der internationalen Konkurrenz stellen Foto: Bundesregierung/Steins

Die Kanzlerin hob die Bedeutung der Märkte in Fernost hervor, weil gerade Länder in dieser Region ihre Industrien und Infrastrukturen modernisierten. "Es besteht erheblicher Investitionsbedarf, natürlich einhergehend mit einer Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in diesen Ländern".

Führende Wirtschaftsnation

Die deutsche Wirtschaft exportiert in die vom Ausschuss betreuten Länder Güter im Wert von rund 150 Milliarden Euro - das sind 14 Prozent aller deutschen Exporte. Die Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in der Region sind allein zwischen 2008 und 2011 um 50 Prozent gestiegen. Den Status als eine der größten Wirtschaftsnationen kann Deutschland nur halten, wenn es weiterhin stark in Innovation und Forschung investiert.

Die Kanzlerin wies auf das drängendste Problem der nächsten Jahre hin, die Energiewende. Wenn sie gelinge, könne sie ein großer Exportschlager werden. Deshalb sei sie eine der großen Aufgaben der Großen Koalition.

Vorbild Singapur

Merkel ging auch ging auf die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit anderen Ländern der Welt ein. Der Abschluss eines Abkommens mit Singapur könne einen Impuls geben, etwa für Abkommen mit Indien und Japan. Eigentlich halte sie mehr von multilateralen Abkommen. Aber wenn die gesamte Welt immer stärker bilaterale Handelsabkommen schließe, müsse die EU das auch tun.

Der Asien-Pazifik-Ausschuss ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft gegenüber der Politik in Deutschland und in den asiatischen Partnerländern. Ziel seiner Arbeit ist die Intensivierung und inhaltliche Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Ländern der Region und die Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen. Das Amt des Vorsitzenden ging von Peter Löscher, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, an den Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung der Voith GmbH Hubert Lienhard.

Dienstag, 04. Februar 2014