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Kanzlerin besucht Marinestützpunkt

Marine im Auslandseinsatz stark gefordert

Bundeskanzlerin Merkel überzeugte sich in Kiel von der Durchschlagskraft der Deutschen Marine. "Die Kräfte sind sehr gut ausgebildet und hochmotiviert", erklärte die Kanzlerin am Rande des Truppenbesuchs.

Bundeskanzlerin Merkel besucht die Deutsche Marine in Kiel Bundeskanzlerin Merkel besucht die Deutsche Marine in Kiel und sucht das Gespräch mit den Soldaten. Foto: Bundesregierung/Denzel

Das Gespräch mit den Soldatinnen und Soldaten stand im Mittelpunkt des Truppenbesuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Einsatzflottille 1 in Kiel. Nach dem Besuch des Sanitätsdienstes in Leer im Dezember vergangenen Jahres hatte sich die Kanzlerin nun den schleswig-holsteinischen Stützpunkt als nächstes Ziel ausgesucht.

Auslandseinsätze bestimmen den Alltag

Die Bundeskanzlerin betonte, dass die Marine derzeit stark gefordert sei. Im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat begleite ein deutsches Kriegsschiff den französischen Flugzeugträger. Im Mittelmeer schützen deutsche Schiffe die Küste des Libanon und verhindern Waffenschmuggel. Weitere deutsche Schiffe bekämpfen vor den Küsten Somalias Piraten. Dazu komme die Seenotrettung im Mittelmeer, so Merkel.

Schiffbrüchige retten

Derzeit sind der Einsatzgruppenversorger "Berlin" und das Minenjagdboot "Weilheim" eingesetzt. Sie retten im Rahmen der EU-Mission im Mittelmeer in Seenot geratene Menschen und versuchen den Schleusern das Handwerk zu legen.

Die Marine beteiligt sich weltweit an friedenserhaltenden und stabilisierenden Operationen. Am Horn von Afrika, im Mittelmeer und vor der Küste des Libanon sind aktuell rund 450 Soldaten eingesetzt.

Ausbildungsbetrieb läuft parallel

Die Kanzlerin konnte sich vor Ort davon überzeugen, wie gut die Soldatinnen und Soldaten der Marine ausgebildet werden. Neben den Einsätzen läuft gleichzeitig die Ausbildung weiter, damit die Soldatinnen und Soldaten auch auf ihre Kernaufgaben vorbereitet sind. Das ist eine besondere Herausforderung.

Breites Spektrum an Fähigkeiten

Was die Marine kann, wurde der Kanzlerin an mehreren Beispielen an Bord der modernen Korvette "Braunschweig" gezeigt. Dazu zählten der Einsatz von Minentauchern und Kampfschwimmern ebenso wie die Darstellung des Einsatzes von Minensuchern.

Einsatzflottille 1
Für Operationen in Küstengewässer und Randmeeren sind kleine bewegliche Einheiten erforderlich. Die Marine verfügt aufgrund der geographischen Lage Deutschlands über große Erfahrungen bei Operationen in Küstennähe. Zur Einsatzflottille 1 gehören Schnellboote, Minensuchboote, U-Boote und fünf Korvetten.

Die Kanzlerin war zu Gast auf der Korvette "Braunschweig". Diese Schiffe sind mit modernster Technik ausgestattet, können weltweit eingesetzt werden und auch längere Zeit auf See bleiben. Die "Braunschweig" mit ihren 65 Soldatinnen und Soldaten an Bord war jüngst in der UN-Mission "Unifil" vor der Lüste des Libanons im Einsatz, um den Waffenschmuggel in den Libanon verhindern.

Dienstag, 19. Januar 2016