Kooperation in Technologie und Wissenschaft

Merkel trifft Präsidenten Perus Kooperation in Technologie und Wissenschaft

Deutschland und Peru wollen in den Bereichen Rohstoff und Technologie enger zusammenarbeiten. Das sagte Bundeskanzlerin Merkel vor ihrem Gespräch mit dem peruanischen Präsidenten Humala in Berlin. Thema war auch die Vorbereitung der UN-Klimakonferenz im Dezember.

Merkel und Humala im Gespräch

Merkel empfängt den peruanischen Staatspräsidenten im Kanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Denzel

"Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase bei der Ausarbeitung eines neuen Klimaabkommens", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Peru ist Ausrichter der diesjährigen UN-Klimakonferenz, der letzten Konferenz vor der Pariser Konferenz 2015. Dort soll dann ein weltweites Klimaabkommen abgeschlossen werden, das 2020 in Kraft treten kann. Staatspräsident Ollanta Humala hält sich derzeit zum Petersberger Klimadialog in Berlin auf.

Der Petersberger Klimadialog dient der Vorbereitung der im Dezember 2014 stattfindenden UN-Klimakonferenz. Er findet zum fünften Mal statt. Zu dem Dialog treffen sich Vertreter aus 35 Staaten, die für die Klimaverhandlungen eine wesentliche Rolle spielen. Gastgeber sind Deutschland und jeweils das Land, in dem die nächste UN-Klimakonferenz stattfindet.

Rohstoffe, Technologie und Wissenschaft

Die Bundeskanzlerin verwies auf die sehr intensiven bilateralen Beziehungen beider Länder. So gebe es etwa eine enge technologische Zusammenarbeit. Beide Länder unterzeichneten ein deutsch-peruanisches Regierungsabkommen, das sich mit der Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich befasst.

"Wir werden auch intensiver im Forschungs- und Wissenschaftsbereich miteinander kooperieren", kündigte die Kanzlerin weiter an. Es gebe Stipendienabkommen sowie Kooperationen mit den Forschungsstrukturen in Peru.

Zudem hob Merkel die Bedeutung des seit März 2013 geltenden Freihandelsabkommens zwischen Peru und der EU hervor. "Das ist natürlich eine herausragende Voraussetzung dafür, dass wir in der Lage sind, auch enger noch unseren Handel und unseren Wandel zu befördern".

Video Pressestatements von Bundeskanzlerin Merkel und dem peruanischen Staatspräsidenten Humala

Partner der Entwicklungszusammenarbeit

Peru als ein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat seit Beginn der bilateralen Zusammenarbeit rund zwei Milliarden Euro Gesamtleistungen im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) und Technischen Zusammenarbeit (TZ) erhalten. Dabei konzentriert sich die Entwicklungszusammenarbeit auf drei Schwerpunkte:

  • Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung,
  • Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie
  • nachhaltige ländliche Entwicklung, Management natürlicher Ressourcen und Klimawandel.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Als Staatspräsident Humala im Juni 2012 in Berlin war, wurden vier Erklärungen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im April 2013 haben zudem der DAAD und das peruanische Bildungsministerium das sogenannte ALEPRONA-Abkommen unterzeichnet.

Es sieht in der Anfangsphase jährlich die Vergabe von bis zu 100 Exzellenzstipendien für peruanische Hochschulabsolventen vor. Diese Stipendien dienen zur Durchführung postgradualer Studien (Master und Promotion) in Deutschland.

Wirtschaftsbeziehungen
Das deutsch-peruanische Handelsvolumen stieg 2012 lediglich um 2,5 Prozent auf 3,099 Milliarden US-Dollar. Dabei wies die bilaterale Handelsbilanz mit 591 Millionen US-Dollar weiter einen Überschuss zugunsten Perus auf. 2012 wurden insgesamt Waren im Wert von 1,847,3 Milliarden US-Dollar nach Deutschland exportiert, während Peru Waren im Wert von 1,252 Milliarden US-Dollar importierte. 2013 verkehrte sich der Handelsbilanzüberschuss zu Gunsten Deutschlands. Peru exportierte Waren im Wert von 1,165 Milliarden US-Dollar nach Deutschland, während es gleichzeitig Waren im Wert von 1,385 Milliarden US-Dollar importierte.