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Tag der kleinen Forscher

Kinder für Naturwissenschaften begeistern

Entdecken, experimentieren und spielerisch lernen: Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" hat ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Eine beachtliche Initiative, findet die Kanzlerin und dankt allen, die dazu beitragen, schon bei den Jüngsten das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht einen Kindergarten anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Initiative "Haus der kleinen Forscher". Die Initiative erreicht 44 Prozent der Kindergärten und einen Teil der Grundschulen in Deutschland. Foto: Bundesregierung/Steins

Forschen und entdecken kann man überall – auch beim Feiern. Davon überzeugte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich auf einem Kita-Forscherfest in Berlin.

Die Kinder hatten sich mit der Frage beschäftigt: Wie viel Naturwissenschaften, Mathematik und Technik stecken in einer Feier? An unterschiedlichen Forscherstationen experimentierten sie gemeinsam mit der Kanzlerin. Unter dem Motto "Willst du mit mir feiern?" flogen Konfetti aus gebastelten Raketen, tranken die Kinder selbst hergestellte Limonade und aßen entfärbte Smarties. Außerdem sangen sie ein Lied zur Mülltrennung, denn auch die Müllentsorgung gehört zum Feiern dazu.

Bundesweiter Forschertag

Der "Tag der kleinen Forscher" ist ein bundesweiter Mitmachtag für frühe Bildung in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Sein Ziel ist, den Forschergeist von Kindern im Kita- und Grundschulalter zu wecken. "Wenn man verstehen will, wie die Welt funktioniert, dann ist das offensichtlich ein ganz tolles Alter, in dem Kinder dies schon spielend und forschend lernen können", so die Kanzlerin.

Initiator des Aktionstages ist die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Sie feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Stiftung arbeitet bundesweit mit über 220 Netzwerkpartnern zusammen.

Pädagogen und Pädagoginnen aus mehr als 25.700 Kitas, Horten und Grundschulen nahmen bereits am Fortbildungsprogramm der Initiative teil. Mehr als 4.500 Einrichtungen sind schon als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert. "Es ist beachtlich, wie sich die Initiative "Haus der kleinen Forscher" in zehn Jahren entwickelt hat", so die Kanzlerin.

Kinder für Naturwissenschaften begeistern

Die Bundesregierung unterstützt das "Haus der kleinen Forscher" seit 2008. "Wir machen das, weil wir glauben, dass es gut ist, Kinder bereits in der Kita oder spätestens in der Grundschule für naturwissenschaftliche Fragen zu begeistern", erklärte die Kanzlerin in ihrem Video-Podcast. Denn "früh übt sich, wer ein Meister werden will", das gelte auch für die sogenannten MINT-Fächer.

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – die MINT-Fächer – gelten allgemein als sehr schwierig. "Deshalb ist es so gut, wenn man auch von Anfang an die Neugierde weckt und zeigt, dass das Erlernen von Physik, Chemie und Mathematik auch wirklich Spaß machen kann", betonte die Kanzlerin in ihrer Video-Botschaft.

Seit 2011 wird die Initiative auf die Altersgruppe der sechs- bis zehnjährigen Kinder ausgeweitet. Dazu werden Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher in Ganztagsschulen, Kindertageseinrichtungen, Horten und Freizeiteinrichtungen finanziert.

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ist die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ist Schirmherrin. Der Bund unterstützt die Initiative seit 2008 in erheblichen Umfang. Allein in diesem Jahr fördert das Bundesbildungsministerium die Initiative mit rund zehn Millionen Euro.

Dienstag, 21. Juni 2016