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Gedenkmünze für Rheinland-Pfalz

Kanzlerin übergibt neue Zwei-Euro-Münze

Die Porta Nigra in Trier ist auf einer neuen Gedenkmünze abgebildet. Bundeskanzlerin Merkel hat die Zwei-Euro-Münze der rheinland-pfälzischen Regierungschefin und Bundesratspräsidentin Dreyer überreicht. Die Münze ist Teil einer Serie, die den Föderalismus in Deutschland würdigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Vorstellung der 2-Euro-Gedenkmünze "Rheinland-Pfalz". Auf den Münzen ist ein bekanntes Bauwerk des Bundeslandes abgebildet, das die Bundesratspräsidentschaft innehat. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Schöne Traditionen pflegt man gerne. Heute stattete die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, Bundeskanzlerin Angela Merkel den obligatorischen Antrittsbesuch als neue Bundesratspräsidentin ab. Dabei ist es zur Tradition geworden, dass die Kanzlerin eine Zwei-Euro-Gedenkmünze des jeweiligen Bundeslandes übergibt.

Diese Gedenkmünzen seien ein Gruß aus den jeweiligen Bundesländern an die Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland und allen Euro-Ländern, betonte Merkel. Die besonderen Motive machten die kulturelle Vielfalt des Landes erlebbar. Damit werde auch ein Zeichen für den Föderalismus gesetzt. Auf der nationalen Seite der Münze sei deshalb ein Wahrzeichen des Bundeslandes abgebildet, das gerade die Bundesratspräsidentschaft übernehme, erklärte sie.

Die Rheinland-Pfalz-Münze zeigt die Porta Nigra (lateinisch für "schwarzes Tor") in Trier, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Der Entwurf des Motivs stammt vom Hamburger Künstler Frantisek Chochola. Mit der Sonderserie ehrt die Bundesregierung seit 2006 den föderalen Aufbau Deutschlands. Die Gedenkmünze "Rheinland-Pfalz" ist die zwölfte Münze dieser Serie. Sie wird in einer Auflage von 30 Millionen Stück in den fünf deutschen Prägestätten hergestellt.

"Ein Symbol für Beständigkeit"

"Was auf einer soliden Basis steht, was gepflegt und erhalten wird, kann Jahrhunderte überdauern." Die Porta Nigra in Trier stehe im übertragenen Sinne für Beständigkeit, betonte Kanzlerin Merkel. Das römische Stadttor sei ein "1800 Jahre alter Zeitzeuge unserer reichhaltigen deutschen und europäischen Geschichte", so Merkel.

Rheinland-Pfalz sei reich an kulturellen Schätzen und die Auswahl eines Motivs deshalb nicht leicht gewesen, erklärte Ministerpräsidenten Dreyer. Die Porta Nigra symbolisiere als Stadttor die Offenheit, mit der Trier seine Gäste empfange.

Mehr als nur ein Sammlerobjekt

Die Zwei-Euro-Münzen sind wegen ihrer besonderen Motive bei Sammlern sehr beliebt. Trotzdem können sie in allen Euro-Ländern ganz normal als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet werden. Das betonte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, dessen Ministerium die Münzen herausgibt. Dadurch erreiche man die millionenfache Verbreitung der Münzen in ganz Europa, so Schäuble weiter.

Wo gibt es die Münze zu kaufen?

Die Gedenkmünze kann bei vielen Geldinstituten sowie den Filialen der Deutschen Bundesbank zum Nominalwert erworben werden. Die "Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland" bietet darüber hinaus besondere Münzsets für Sammler an.

In der Sondermünzenserie "Bundesländer" sind bisher erschienen: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Saarland, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und zuletzt Sachsen. Die Reihenfolge des Erscheinens richtet sich danach, wann das jeweilige Bundesland die Präsidentschaft im Bundesrat inne hat. Als nächstes ist 2018 Berlin an der Reihe.

Freitag, 10. Februar 2017