Navigation und Service

Inhalt

Gespräch mit chinesischem Ministerpräsidenten

Partnerschaftliche Zusammenarbeit stärken

Bei einer Videokonferenz mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang hat die Bundeskanzlerin Deutschlands Interesse an einem regelbasierten und freien multilateralen Handel betont. Dazu müsse insbesondere die Welthandelsorganisation gestärkt werden.

Das Bild zeigt die Fahnen von Deutschland und China. Die "Umfassende Strategische Partnerschaft" zwischen Deutschland und China umfasst unter anderem rund 80 Dialogmechanismen. Foto: imago images/ stock&people/Hoffmann

Neben den bilateralen Beziehungen Deutschlands und der Europäischen Union mit China waren aktuelle wirtschaftspolitische, handelspolitische und internationale Themen Inhalt des Gesprächs zwischen Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Li Keqiang.

Stabile Austauschbeziehungen

Merkel hob die Bedeutung stabiler bilateraler Austauschbeziehungen hervor. Es gebe einen Bedarf an weiteren Schritten beim Marktzugang ausländischer Unternehmen in China. Wichtig sei hier besonders die Frage der Reziprozität und der Gleichbehandlung.

Der Abschluss eines Investitionsabkommens zwischen der EU und China sei dabei ein wichtiges Element, um diese Ziele zu erreichen, so die Kanzlerin.

Abschluss von Vereinbarungen

Im Rahmen der Videokonferenz würdigten die Bundeskanzlerin und der chinesische Ministerpräsident den Abschluss dreier Vereinbarungen zwischen deutschen und chinesischen Partnern, die vor Beginn der Videokonferenz unter Beteiligung des Bundeswirtschaftsministeriums unterzeichnet worden waren.

An der Videokonferenz nahm auf deutscher Seite auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier teil. 

Breite politische Agenda

Neben Investitions- und Handelsfragen in verschiedenen Wirtschaftssektoren und aktuellen Themen der Weltwirtschaft stand auch die Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie im Fokus der Gespräche.

Außerdem sprach die Kanzlerin mit Ministerpräsident Li über den deutsch-chinesischen Menschenrechtsdialog sowie die Situation in Hongkong.  

China ist wichtigster Handelspartner Deutschlands – allein im Jahr 2019 wurden Waren mit einem Handelsvolumen von 206 Milliarden Euro ausgetauscht. Im Rahmen der "Umfassenden Strategischen Partnerschaft" zwischen Deutschland und China gehören zu den engen bilateralen Beziehungen circa 80 Dialogmechanismen sowie dynamische Handelsbeziehungen, Investitionen, Umweltzusammenarbeit, kultur- und wissenschaftspolitische Zusammenarbeit.

Donnerstag, 11. Juni 2020