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Jugend forscht

Junge Tüftler und Erfinder bei der Kanzlerin

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Sieger des 46. Bundeswettbewerbs von „Jugend forscht“ getroffen. Das diesjährige Motto lautete: "Bring frischen Wind in die Wissenschaft". Merkel würdigte mit dem Empfang das große Engagement und die herausragenden Leistungen der Nachwuchsforscher.

Schüler im Chemieunterricht Ideen für Jugend forscht Foto: picture-alliance / dpa

Ein besonderer Tag war es für die Schüler Gabriel Salg (16) und Nicolas Scheidig (17) vom Hanns-Seidel-Gymnasium im bayerischen Hösbach. Für die originellste Arbeit erhielten die zwei Tüftler den "Sonderpreis der Bundeskanzlerin", der mit 2.000 Euro dotiert ist.

Zauberformel beseitigt Mundgeruch

Frischen Atem brachten die beiden Forscher in die Bundeshauptstadt. Sie haben eine chemische Formel kreiert, die Mundgeruch beseitigt. Nach einer Spülung mit der wässrigen Cyclodextrin-Lösung verschwindet sogar Knoblauchgeruch, versprechen die Nachwuchs-Chemiker.

„Unser Geheimrezept ist, dass der Mundgeruch nicht überdeckt, sondern mit unserem Mittel aufgehoben wird. Er ist chemisch zwar noch nachweisbar, aber nicht mehr wahrnehmbar“, erklärte Gabriel Salg. Zusammen mit seinem Schulkameraden experimentierte er mit einem hochempfindlichen Mundgeruchsmessgerät und trieb unangenehme Gerüche mit Knoblauch künstlich in die Höhe. „Das Thema ist trivial, die Lösung hierfür originell“, meinte Nicolas Scheidig. Den Erfindergeist der beiden Jungchemiker würdigte Merkel mit einem Scheck in Höhe von 2.000 Euro.

Aber auch die Forschungsergebnisse der anderen Teilnehmer konnten sich sehen lassen: Darunter eine Erleichterung für das Schweißen mit der Hand, die Antriebsoptimierung eines Modellsolarbootes oder die Energiegewinnung aus der Mikrowelle.

Wegen Fachkräftemangel beste Chancen für Nachwuchsforscher

Angela Merkel zeigte  sich vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels davon überzeugt, dass die Perspektiven mit einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung hervorragend sind.

Deutschlands Kapital ist die Kreativität seiner Menschen

Merkel war von den Leistungen der Nachwuchsforscher begeistert. Dabei fällt der Erfolg nicht vom Himmel. Merkel: „Sie brauchen Ideenreichtum, Sie brauchen die Freude am Tüfteln, Sie brauchen Neugierde. Ich vermute einmal, Sie brauchen auch Ausdauer, damit ein einmal begonnenes Projekt dann auch wirklich zu einem erfolgreichen Ende geführt wird.“

Deutschland hat keine nennenswerten Rohstoffe. Der eigentliche Schatz seien die Menschen, die Köpfe, das, was sie erfinden und entwickeln, so Merkel.

So viele Teilnehmer wie nie zuvor

Mit 10.677 Teilnehmern wurde beim 46. Wettbewerb, der unter dem Motto „Bring frischen Wind in die Wissenschaft!“ stand, eine neue Rekordhöhe erreicht. So viele Jugendliche wie nie zuvor nahmen an Deutschlands bekanntestem Forschernachwuchswettbewerb teil. Der Sonderpreis der Bundeskanzlerin wurde dieses Jahr zum vierzigsten Mal verliehen.

Mittwoch, 21. September 2011