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Wettbewerb

Jugend forscht - und entdeckt Erstaunliches

Schutz bei Stürzen mit Motorrädern, Energie aus Algen, komplexe Mathebeweise - das sind nur einige der Ideen, für die Jugendliche einen Preis im Wettbewerb "Jugend forscht" gewannen. Forschungsministerin Karliczek gratulierte: "Wir brauchen in Deutschland junge Menschen, die den Mut haben, Neues zu denken."

Anna Fleck (16, rechts) und Adrian Fleck (19, links), präsentieren ihren Protektorenschutz Gelenkschutz aus Speisestärke Die Geschwister Fleck erhielten für ihren Protektorenschutz den Preis der Bundeskanzlerin für die "originellste Arbeit". Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Der Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ging an ein Geschwisterpaar aus Fulda. Die Geschwister Anna (16 Jahre) und Adrian Fleck (19 Jahre) haben einen Protektorenschutz entwickelt.

Im Bundesfinale von "Jugend forscht 2018" präsentierten 182 Jugendliche 105 Projekte vom 24. bis 26. Mai in Darmstadt. "Es ist gut, wenn Sie weiterhin danach streben, noch besser zu werden", lobte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Davon profitiere die ganze Gesellschaft.

Bundesregierung zeichnet aus

Das Geschwisterpaar aus Fulda hat den Preis der Bundeskanzlerin für die "originellste Arbeit" erhalten. Entwickelt haben Anna und Adrian Fleck Silikonhüllen, die mit stärkehaltiger Flüssigkeit gefüllt sind. Sie schützen Gelenke, Rücken oder Schultern bei Stürzen etwa beim Inlineskaten oder im Motorsport. Die Flüssigkeit erstarrt bei hoher Krafteinwirkung.

Der Preis für die "beste interdisziplinäre Arbeit" des Bundesbildungsministeriums ging nach Bayern. Der 17-jährige Moritz Hamberger beschäftigte sich mit der Energiegewinnung aus Mikroalgen. Er konstruierte einen Bioreaktor, in dem die Alge Chlorella Vulgaris wächst. Sie kann im weiteren technischen Verfahren Rohstoffe für Biodiesel liefern.

Als Schirmherr unterstützt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Wettbewerb mit dem Preis für eine "außergewöhnliche Arbeit". Diesen Preis erhielten in diesem Jahr Marco David (17 Jahre), Benedikt Stock (19 Jahre) und Abhik Pal (19 Jahre) aus Bremen. Ihnen gelang es, einen hochkomplexen mathematischen Beweis erstmals per Computer nachzuvollziehen. Sie belegten mithilfe einer Computer-Software, dass die sogenannte "diophantische Gleichung" stets eine Lösung besitzt.

Ihre Arbeiten werden die Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Bundeskanzlerin persönlich vorstellen: Am 6. September empfängt sie alle Prämierten in Berlin.

Beitrag zur Fachkräftesicherung

Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendliche für die sogenannten "MINT-Fächer" Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Außergewöhnliche Leistungen und Begabungen zu entdecken und zu fördern. So will der Ausscheid auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland leisten. Denn die Geschichte von "Jugend forscht" zeigt, dass die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen die späteren Interessen bis hin zur Studien- und Berufswahl nachhaltig prägt.

"Sie haben den vollen Rückenwind unseres Landes, um Ihren vielversprechenden Weg in der Wissenschaft und Forschung mutig voranzugehen", freute sich die Bundesforschungsministerin über die ungebrochene Anziehungskraft des Wettbewerbs.

Mehr als 12.000 Beteiligte

Die Jugendlichen präsentierten Projekte in sieben Fachgebieten: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Die jeweils besten fünf Projekte wurden mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. Mehr als 12.000 Nachwuchsforscherinnen und -forscher hatten sich zuvor mit 6.520 Projektarbeiten an Regional-und Landesausscheidungen beteiligt.

"Jugend forscht" ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen sowie der Zeitschrift "stern". Dessen damaliger Chefredakteur Henri Nannen startete im Dezember 1965 den Aufruf zur ersten Runde von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb. Bis heute haben sich mehr als eine Viertelmillion junger Menschen an Jugend forscht beteiligt.

Montag, 28. Mai 2018

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