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Singapur

Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit Singapur

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Singapur die "engen Beziehungen zwischen Deutschland und Singapur" hervorgehoben. Dies gelte vor allem im ökonomischen Bereich.

Bundeskanzlerin Merkel und Premierminister Lee Hsien Loong "Enge Beziehungen im ökonomischen Bereich" Foto: RegierungOnline/Kugler

Singapur habe eine unglaubliche Wirtschaftskraft, betonte die Kanzlerin. Dies sei auch ein guter Ausgangspunkt für die wirtschaftlichen Aktivitäten deutscher Unternehmen, die sich dort sehr wohl fühlten. 

Schon heute ist der Inselstaat für viele deutsche Unternehmen die Drehscheibe und das Sprungbrett nach Südostasien. Bereits an die 1.200 deutsche Firmen haben sich in Singapur niedergelassen.

Globaler Finanzplatz

Singapur ist ein bedeutender globaler Finanzplatz. Häufig ist vom "London Südostasiens" die Rede. Der deutsche Handel mit Singapur beträgt etwas über zehn Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen haben in dem Stadtstaat etwa acht Milliarden Euro Direktinvestitionen eingebracht. Bundeskanzlerin Merkel und der singapurische Premierminister Lee Hsien Loong sprachen auch über das Thema Finanzmarktregulierung. Auch im asiatischen Raum sei man sich gewiss, dass Transparenz das Allerwichtigste sei. Merkel wies auch noch einmal auf die Wichtigkeit einer gemeinsamen Regulierung hin. 

Regionaler Vorreiter

Singapur übt regional eine wichtige Rolle als Vordenker und wirtschaftlich treibende Kraft in der Region aus – nicht nur wirtschaftlich. Die Europäische Union verhandelt mit Singapur derzeit über den Abschluss eines Freihandelsabkommens. Dieses könnte Modellcharakter für Verhandlungen mit weiteren Asean-Staaten haben. Merkel sagte, dass sie jeden Fortschritt bei diesen Verhandlungen begrüße.

Singapore Lecture

Die Bundeskanzlerin hält bei ihrem Besuch die 31. so genannte "Singapore Lecture", eine Rede, die einmal im Jahr das Institute of Southeast Asian Studies organisiert. Die „Singapore Lectures“ halten traditionell Staats- und Regierungschefs. Bundeskanzler Helmut Schmidt hielt sie im Jahr 1983, Bundeskanzler Gerhard Schröder 2003.

Deutsche Investoren und Exporteure wollen über den Standort Singapur Südostasien erschließen. Die Singapurische Regierung baut den Stadtstaat zum internationalen Zentrum für Innovationen und Hochtechnologien aus. Als besondere Wachstumsbranchen gelten Bio- und Nanotechnologie, Photovoltaik, Umwelttechnik sowie die Sektoren Gesundheit und Medien. Singapur erreicht bei internationalen Vergleichen stets die beste Platzierung hinsichtlich seiner marktwirtschaftlichen Orientierung, der Wettbewerbsfähigkeit und der Qualität des Infrastrukturangebotes.

Mittwoch, 01. Juni 2011