Navigation und Service

Inhalt

Unternehmen bilden Flüchtlinge aus

Integration für beide Seiten ein Gewinn

Das Engagement deutscher Unternehmen für die Integration von Flüchtlingen ist vielfältig. Davon konnte sich Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Treffen mit Vertretern der Initiative "Wir zusammen" persönlich überzeugen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel diskutiert mit Teilnehmern der Initiative "Wir zusammen". Die will Bundesregierung noch mehr Unternehmen motivieren, Flüchtlinge auszubilden und zu beschäftigen. Foto: Bundesregierung/Plambeck

Mehr als 90 Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihre Aktivitäten insbesondere bei Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen informiert. Alle Beteiligten waren sich einig, bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt weiter voranzukommen.

"Wir zusammen"

Die Initiative "Wir zusammen" ist eine von mehreren Zusammenschlüssen in der Wirtschaft, die sich für den Zugang von Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt engagieren. Zu ihr gehören DAX-Unternehmen ebenso wie mittelständische und kleine Handwerksbetriebe. Ihr Ziel ist es, den Menschen, die längere Zeit hier bleiben, eine Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu geben.

So können anerkannte Flüchtlinge beispielsweise ohne weitere Erlaubnis eine Arbeit aufnehmen - auch als Zeitarbeiter. Die Vertreter der Bundesagentur für Arbeit verwiesen auf ihr breites Dienstleistungsangebot. Es reicht von der Vermittlung passender Fachkräfte bis hin zu Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung. Der Spracherwerb bleibt der zentrale Schlüssel.

Integration durch Arbeit

Von Integration durch Arbeit könne Deutschland nur profitieren, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Treffen festgestellt. In vielen Bereichen herrsche bereits heute Fachkräftemangel – und das Potential der Ankommenden sei groß. "Unser gemeinsames Ziel ist es, immer mehr Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wenn das gelingt, ist es für beide Seiten ein Gewinn."

Deshalb will die Bundesregierung noch mehr Unternehmen motivieren, Flüchtlinge auszubilden und zu beschäftigen. Dafür steht umfassende Unterstützung zur Verfügung, die interessierte Arbeitgeber in Anspruch nehmen können - darunter Sprachkurse, Integrationsinitiativen wie auch Maßnahmen der Kompetenzfeststellung. Nähere Informationen bietet etwa der Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit.

Im Anschluss an das Treffen kündigte die Deutsche Bahn an, in den nächsten zwei Jahren 150 zusätzliche Plätze in den Qualifizierungsprogrammen für Flüchtlinge zu schaffen. Die Bahn hatte bereits Ende 2015 ein Programm für 120 Flüchtlinge aufgelegt.

Donnerstag, 15. September 2016