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Maritime Wirtschaft

Innovationsmotor Meerestechnik

Im Bau von Spezialschiffen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel die Zukunft des deutschen Schiffbaus. Deutsche Werften bieten maßgeschneiderte Lösungen für Fährverkehre oder Kreuzfahrten. Das mache den Standort Deutschland aus, sagte sie auf der 8. Nationalen Maritimen Konferenz.

Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Rede Merkel: Die Meerestechnik bietet erhebliches Entwicklungspotential Foto: Bundesregierung/Scholz

Den maritimen Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken, ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Dabei hat sich die Nationale Maritime Konferenz zu einem bewährten Dialogforum entwickelt. Sie findet seit dem Jahr 2000 statt. Gastgeber in diesem Jahr ist Kiel.

Die Branche brauche gute Rahmenbedingungen für Innovation, Forschung und Entwicklung, sagte Merkel. Die Bundesregierung setze sich vor allem dafür ein, dass die Europäische Union Innovationshilfen auch über 2013 hinaus gewährt.

Masterplan Maritime Technologien

Im Bereich Meerestechnik arbeiten "in Deutschland rund 500 Unternehmen und 200 wissenschaftliche Einrichtungen an Lösungen, die jeweils höchsten Ansprüchen genügen", sagte die Kanzlerin. Heute sei die Öl- und Gasförderung der umsatzstärkste Bereich.

Prognosen sagen, dass sich die weltweiten Investitionen bis 2016 auf etwa 67 Milliarden US-Dollar verdoppeln. "Das heißt, die Meerestechnik bietet ein erhebliches Entwicklungspotential", so Merkel.

Davon soll auch Deutschland profitieren. Deshalb hat die Bundesregierung im Sommer 2011 den "Nationalen Masterplan Maritime Technologien" verabschiedet. "Unser Ziel ist, die vorhandenen Kräfte zu bündeln", betonte Merkel.

Gesamtwirtschaftliche Bedeutung

Eine international wettbewerbsfähige und leistungsstarke maritime Wirtschaft ist für eine Exportnation wie Deutschland von hoher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung.

Die Branche mit mehr als 380.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 50 Milliarden Euro ist eine der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Das ganze Land profitiert von

  • einer modernen auf Hochtechnologie-Produkte spezialisierten Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie,
  • einer leistungsfähigen Hafenwirtschaft und Logistik sowie
  • einer innovativen meerestechnischen Industrie und
  • renommierten maritimen wissenschaftlichen Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen.

Teilnehmer der Konferenz am 8. und 9. April waren Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und Forschung, der Gewerkschaften, der Politik und der Verwaltungen aus Bund und Ländern. Sie erarbeiteten in Workshops konkrete Handlungsempfehlungen für die Schiffbauindustrie, die Hafenwirtschaft und Logistik, die Seeschifffahrt, die Meerestechnik, die Offshore-Windenergie, die Maritime Sicherheit sowie Klima und Umweltschutz im Seeverkehr.

Dienstag, 09. April 2013