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Mittelstandsreise

Innovationen führen aus der Krise

Mittelständischen Unternehmen in Deutschland eint eine große Bereitschaft zu Innovationen. Diesen Eindruck hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auch von der Schwäbischen Alb mitgenommen. Anderthalb Stunden vom nächsten Flughafen entfernt, wissen die Menschen hier sehr genau, wie die Erde aussieht – und verkaufen sie täglich als Globus in alle Welt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Rundganges über einen Globus gebeugt. Der Mittelstand überzeugt mit qualitativen Produkten Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Eine Krise wie die aktuelle ist für ein mittelständisches, exportorientiertes Traditionsunternehmen nichts Einzigartiges, erklärt der schwäbische Globusfabrikant Torsten Oestergaard der Kanzlerin. Einbrüche der Weltwirtschaft waren schon seinem Vater, seinem Großvater und dem Urgroßvater Herausforderungen, die sie entschlossen annahmen.

Globus made in Germany

Mit der Kanzlerin sprach Oestergaard darüber, was Unternehmen wie das seine stark gemacht hat: langfristig orientierte Investitionen in Beschäftigte, Produkte und Technologien  sowie in eine Qualität, die ihres gleichen sucht.

Der Großvater entwickelte den ersten Globus, der zwei Sichten auf die Welt abbildet. Sein Enkel legt Wert darauf, dass der Columbus-Verlag noch heute mit 100 Prozent „Made in Germany“ in die ganze Welt liefert.

„Wir haben alle unsere Zulieferer in Deutschland“, betont Geschäftsführer Torsten Oestergard beim Rundgang. Und Familienunternehmen planten langfristig. „Im Hinterkopf plane ich schon heute für die fünfte Generation“, so der schwäbische Unternehmer.

Mit neuen Produkten und Technologien aus der Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres Rundganges in der Fertigung von Globen als Wasserbälle Bild vergrößern Motivierte Mitarbeiter - eine Stütze im Mittelstand Foto: REGIERUNGonline/Kugler

Zur Sprache kam aber auch, wo die mittelständischen Unternehmen der Schuh drückt. Dazu waren Manager aus ganz Baden-Württemberg zum Meinungsaustausch mit der Kanzlerin nach Krauchenwies gekommen.

Die Bundeskanzlerin würdigte, dass nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch viele Mittelständler von den Angeboten der Konjunkturpakete Gebrauch machen. Kurzarbeit und Bürgschaften könnten dazu beitragen, die Krise zu überstehen.

An die Banken appellierte sie, bei der Kreditvergabe Kooperationsbereitschaft zu zeigen. Der Staat könne nur helfen, in dem er den Kreditinstituten ein Stück des Risikos abnehme.

Um dauerhaft gestärkt aus der Krise hervorzugehen, müssten die Unternehmen gerade jetzt neue Technologien, neue Produkte entwickeln. „Ich habe bei den Mittelständlern eine große Bereitschaft zu Innovationen festgestellt“, zeigte sich Merkel erfreut. Die Bundesregierung werde ihrerseits alles tun, „um das Rückgrat unserer Wirtschaft“ zu stärken, versprach sie.

Der Columbus-Verlag war eine Station der Mittelstandsreise von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vor Ort will sich die Bundeskanzlerin an verschiedenen Orten in Deutschland ein Bild von der Wirtschaftslage und der Situation der Beschäftigten machen. In persönlichen Gesprächen will sie einen unmittelbaren Eindruck vom Stand der Dinge bekommen: in großen und kleinen Unternehmen, in verschiedenen Branchen und in verschiedenen Regionen in Ost und West.

Dabei hat sich die Kanzlerin auch vorgenommen, die Anstrengungen der Unternehmen und der ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krise zu würdigen. Mit Unterstützung aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung besetzen viele leistungsstarke Unternehmen nämlich auch in der Krise Wachstumsfelder – und sichern damit Arbeitsplätze.

Donnerstag, 23. Juli 2009