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Nationaler IT--Informationstechnologie-Gipfel

Innovation macht uns stärker

Die Informations- und Kommunikationstechnologie stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland und hat eine große Bedeutung für die Lebensqualität. Besonders in der Telemedizin stehe Deutschland vor großen Fortschritten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem siebten Nationalen IT-Gipfel in Essen.

Bundeskanzlerin Merkel während einer Präsentation auf dem IT-Gipfel Bundeskanzlerin Merkel auf dem IT-Gipfel Foto: Bundesregierung/Denzel

Der Gesundheitssektor war in diesem Jahr Sonderthema des IT-Gipfels. Mit Blick auf die neuen Gesundheitskarten sprach die Kanzlerin von einem "Quantensprung". Große Fortschritte habe es auch in der Telemedizin gegeben, so Merkel. Für die Lebensqualität im ländlichen Raum, wo soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt stehen, sei dies von allergrößter Bedeutung.

Breitbandversorgung für alle

Grundlage für den Erfolg der Technologien sei, dass die Menschen daran teilhaben könnten. Mit Blick auf die ersten IT-Gipfel sagte Merkel: "Wir haben mit der Frage angefangen: Wie schaffen wir eine Breitbandversorgung aller Haushalte in Deutschland? Wir haben die weißen Flecken beseitigt. Wir müssen es vor allen Dingen schaffen, die in breiter Ausprägung vorhandenen Anwendungsmöglichkeiten möglichst allen Menschen zugänglich zu machen."

Die IT-Gipfel wurden von Bundeskanzlerin Merkel ins Leben gerufen. Die Bundesregierung will die großen Potenziale der IKT für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland besser erschließen. Ihre IKT-Strategie bildet das "Dach" für die entsprechende Politik der Bundesregierung, unter dem die Ressorts ihre Aktivitäten planen und umsetzen.

Entscheidend für den Erfolg der IT-Branche sei der gemeinsame Wille von Politik und Wirtschaft, Neuland zu betreten und praktikable Lösungen zu finden. "Das ist ein innovativer Ansatz, der uns alle stärker gemacht hat," so die Kanzlerin.  

Intelligente Netze für die Energiewende

Merkel betonte auch die große Bedeutung der Intelligenten Netze für das Gelingen der Energiewende. "Wir brauchen sie vor allem dringend im Verteilerbereich".

Der Nationale IT-Gipfel fand 2012 zum siebten Mal statt. Er ist die zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Stärkung des Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Standortes Deutschland. Der IT-Gipfel stand in diesem Jahr unter dem Motto "digitalisieren_ vernetzen_ gründen". Die Schwerpunktthemen, denen sich acht Arbeitsgruppen widmeten, waren Intelligente Netze, Sicherheit und Datenschutz sowie "Young IT".

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte den Gipfel eröffnet. "Digitale Technologien und das Internet bieten immenses Potenzial für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Dieses Potenzial sollten wir nutzen und als Gesellschaft zudem offen für technologische Neuerungen und Innovationen sein", so Rösler. Er führte aus, dass Deutschland es bis zum Jahr 2020 als Industrienation und als Standort für Informationstechnologie im internationalen Vergleich unter die ersten drei Länder schaffen könne.

Aktionsprogramm Digitale Wirtschaft

Rösler gab in Essen den Startschuss für das Aktionsprogramm Digitale Wirtschaft. Mit dem Programm will die Bundesregierung die Digitalisierung der Wirtschaft beschleunigen, den Aufbau Intelligenter Netze fördern und junge IT-Unternehmen stärken. "Wir müssen vor allem die kreativen Ideen und die Innovationskraft der jungen Internet-Unternehmen unterstützen", so Rösler.

Im Bundeswirtschaftsministerium werden der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" eingerichtet und ein "Marktplatz für IT-Startups" geschaffen. Junge IT-Unternehmen können sich hier untereinander sowie mit der etablierten Wirtschaft und potenziellen Investoren austauschen.

Die deutsche Informations- und Kommunikationsbranche beschäftigt knapp 850.000 Menschen, weitere 650.000 IKT-Fachleute sind in Anwenderbranchen tätig. Sie gehört zu den größten Wirtschaftssektoren Deutschlands. Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein wichtiger Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung in anderen Bereichen unserer Volkswirtschaft.

Dienstag, 13. November 2012