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Tag der Deutschen Einheit

Hunderttausende beim Bürgerfest

"Zusammen einzigartig" war das Motto des diesjährigen Tages der Deutschen Einheit. Gemeinsam mit 500.000 Besuchern feierte die Bundesregierung in Stuttgart. Bundeskanzlerin Angela Merkel griff diese "Einzigartigkeit" auf und erinnerte an die große Verantwortung Deutschlands in der Welt.

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt die Besucher Angela Merkel begrüßt die Besucherinnen und Besucher des Bürgerfestes Foto: Bundesregierung/Denzel

Bundeskanzlerin Merkel betonte: "Wir haben viel Unterstützung erfahren und deshalb sollten wir diese Unterstützung auch zurückgeben in der Arbeit für ein einheitliches Europa, in der Arbeit für eine gerechtere Welt". Sie dankte allen, die dafür eingetreten sind, dass Freiheit und Demokratie für ganz Deutschland Wirklichkeit wurden. Ebenso verwies sie darauf, dass Deutschland schon weit auf dem Weg zur Einheit vorangekommen sei. "Aber es bleibt auch noch einiges zu tun."

Merkel nahm gemeinsam mit den Vertretern der anderen Verfassungsorgane am offiziellen Festakt teil. Die Festrede hielt Bundespräsident Joachim Gauck. Er würdigte das vereinigte Deutschland: "Deutschland ist heute wirtschaftlich stark, weltweit geachtet und gefordert. Es ist offen, vielfältig und zuversichtlich. Unsere Demokratie ist lebendig und stabil." All das sei Grund zur Freude - einer Freude, die vor allem auch Ansporn sein sollte.

Die Bundesregierung beim Bürgerfest

Traditionell ist die Bundesregierung zusammen mit den Ländern beim Bürgerfest dabei. Im 1.600 Quadratmeter großen Zelt der Bundesregierung am zentralen Schlossplatz herrschte am Nationalfeiertag dichtes Gedränge. Hier präsentierten sich die Bundesministerien, das Bundespresseamt, der Kulturstaatsminister und der Beauftragte der Bundesregierung für Bürokratieabbau.

Auch in diesem Jahr war es wieder möglich, im Zelt der Bundesregierung zu twittern. Mit Hashtag #tdde13 konnten Besucherinnen und Besucher Tweets an Regierungssprecher Steffen Seibert, @RegSprecher, oder Eindrücke zu den Feierlichkeiten absenden.

Die Informationsstände im Zelt der Bundesregierung Bild vergrößern Die Informationsstände der Bundesregierung Foto: Bundesregierung/Seeger

Rund 50.000 Bürgerinnen und Bürger nutzten bei bestem Wetter an den beiden Tagen des Bürgerfestes die Möglichkeit, sich aus erster Hand über aktuelle politische Vorhaben zu informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen Rede und Antwort und berichteten über die Arbeitsweise der Ministerien.

Vielseitiges Bühnenprogramm

Ergänzt wurde das Angebot der Bundesregierung durch ein vielseitiges Bühnenprogramm. Jung und Alt erwartete ein Programm aus Gesprächen, Musik und Entertainment. Die Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger und TV-Moderator Jan Doering begrüßten dazu unter anderem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Darüber hinaus waren von der Bundesregierung auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, der Parlamentarische Staatssekretär Christoph Bergner, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Brauksiepe, Gesprächspartner auf der Bühne.

Daneben kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Für die musikalische Untermalung sorgten unter anderem die Zoll Combo der Freiburger Zollkapelle sowie Sänger Slawa Kaljushny, Absolvent der Popakademie Baden-Württemberg.

Auch kleine Besucher erfreuten sich am Programm. Äffle und Pferdle vom Südwestdeutschen Rundfunk mit ihren "Machern" Heiko Volz und Matthias Matzke waren beispielsweise auf der Bühne zu Gast.

Regen Anklang fand auch der Zoll - mit seiner Versteigerungsauktion und der Präsentation der Zollhunde.

Besonderer Service

Das Zelt der Bundesregierung zeichnete sich auch dadurch aus, dass es barrierefrei zugänglich war. Zusätzlich standen Gebärdensprachdolmetscher bereit, um bei Bedarf das Bühnenprogramm zu übersetzen und Hörbehinderte durch das Zelt zu führen. Überdies übersetzte die Künstlerin Lisa Ullrich das Bühnenprogramm des Magiers Bert Rex in Gebärdensprache.

Baden-Württemberg hat dieses Jahr den Vorsitz im Bundesrat und daher die zentrale Feier zum 23. Jahrestag der Wiedervereinigung ausgerichtet. Im kommenden Jahr ist Niedersachsen der Gastgeber und 2015, wenn sich der Tag der Deutschen Einheit zum 25. Mal jährt, Hessen.

Der Weg zur Deutschen Einheit
Im Herbst und Winter 1989/90 stürzten die Deutschen in der DDR die SED-Diktatur in einer friedlichen Revolution. Diese mündete in der Wiederherstellung der Einheit Deutschlands. Die friedliche Revolution in der DDR führte im Herbst 1989 zum Fall der Mauer und zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft. Der Mut von Bürgerinnen und Bürgern in der DDR trug entscheidend zum Sturz der SED-Diktatur bei.

Am 18. Mai 1990 wurde der Staatsvertrag über die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR geschlossen. Dies war der erste staatsrechtlich bedeutsame Schritt zur Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands.

Am 23. August 1990 beschloss die erste - und zugleich letzte - aus freien Wahlen hervorgegangene Volkskammer der DDR förmlich den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes.

Die internationalen Aspekte der Wiedervereinigung wurden im "Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland" (dem so genannten Zwei-plus-Vier-Vertrag) vom 12. September 1990 geregelt. Dieser wurde zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der DDR, den USA, der UdSSR, Frankreich und Großbritannien geschlossen.

Am 3. Oktober 1990 wurde der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes wirksam. Damit wurden die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Länder der Bundesrepublik Deutschland. Die mehr als 40-jährige Teilung Deutschlands war beendet.

Die Wiedervereinigung Deutschlands ist das bedeutsamste Ereignis in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik. Es wird jährlich am 3. Oktober mit dem Nationalfeiertag zur Deutschen Einheit gewürdigt. Nach Jahrzehnten der Trennung sollen mit dem Gedenken das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen gestärkt und die staatliche Einheit gefestigt werden.

Donnerstag, 03. Oktober 2013