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ILA 2012

Hochtechnologie zum Anfassen

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung öffnet bis zum 16. September in Berlin ihre Tore. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrem Messe-Rundgang einen Überblick über die Hightech-Produkte der Luft- und Raumfahrtindustrie verschafft.

Bundeskanzlerin an einem Eurofighter der Deutschen Luftwaffe Blick ins Cockpit eines Eurofighters: Bundeskanzlerin Merkel besucht die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Foto: Bundesregierung/Bergmann

Begleitet wurde die Kanzlerin bei ihrem Rundgang von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sowie dem polnischen Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak. Denn Polen ist in diesem Jahr Partnerland der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA).

Spitzenprodukte am Boden und in der Luft

"Die ILA zeigt sich heute in einem völlig neuen Gewand. Das moderne Messegelände bringt viele Neuentwicklungen in der Luft- und Raumfahrt ganz besonders gut zur Geltung", sagte die Kanzlerin. "Die Palette dieser Hightech-Ausstellung ist beeindruckend. Das gilt für die vielen Vorzeigegeräte, von Geräten zur Mondlandung bis hin zu Satelliten zur Erdbeobachtung." Aber auch die aktuellen Herausforderungen wie das ökoeffizientes Fliegen liege im Fokus der Luft- und Raumfahrtindustrie, so Merkel.

Die ILA gilt als älteste Luftfahrtmesse der Welt. Erstmals fand sie 1909 statt. Die Ausstellung wird vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie veranstaltet. Sie findet alle zwei Jahre am Standort Berlin/Brandenburg und in diesem Jahr erstmalig auf dem neuen Veranstaltungsgelände Berlin ExpoCenter Airport statt.

Luft- und Raumfahrtindustrie im Steigflug

Die deutsche Luft- und Raumfahrt ist ein wichtiger Technologie- und Konjunkturmotor in Deutschland. Sie verzeichnet seit Jahren wachsende Umsätze.

Auch weltweit stehen die Zeichen, trotz der konjunkturellen Herausforderungen und der internationalen Konkurrenz, weiterhin auf Steigflug: Prognosen gehen von einem Anstieg des Luftverkehrs von bis zu fünf Prozent pro Jahr aus. Das hat auch positive Wirkungen auf Wachstum und Beschäftigung in anderen Branchen in Deutschland. "Jeder neu geschaffene Arbeitsplatz in der Luftfahrt zieht einen weiteren Arbeitsplatz in einem branchenfremden Sektor nach", sagt Rösler.

Schrittmacher für Innovation und Wachstum

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland gehört technologisch und industriell zur Weltspitze. Die Branche ist ein entscheidender Schrittmacher für Innovation und Wachstum in Deutschland. Technologien aus der Luft- und Raumfahrt strahlen in viele Wirtschaftsbereiche aus und haben unseren Alltag wesentlich erleichtert.

Ihre Innovationen haben den Bau von Computern entscheidend vorangebracht und finden Anwendung in vielen verschiedenen Industriezweigen: Mobilfunk- und Navigationssysteme oder die globale Umwelt- und Klimaforschung wären ohne die Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrtbranche nicht möglich.

Luftfahrtforschung wird gefördert

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Luftfahrtforschung durch ein eigenständiges Programm. Damit unterstützt die Bundesregierung nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie. Für den Zeitraum 2009 bis 2013 stehen hierfür 401 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf Technologieentwicklungen bei Antrieben, um den Energieverbrauch und die Lärmbelastung zu senken. Im Fokus stehen zudem effizientere Fertigungs- und Produktionsverfahren sowie ein besseres Qualitäts- und Sicherheitsniveau.

Dienstag, 11. September 2012