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Merkel trifft Präsident von Burkina Faso

Gute Partnerschaft weiter ausbauen

Deutschland und Burkina Faso wollen ihre bilateralen Beziehungen weiter ausbauen, sagte die Bundeskanzlerin nach ihrem Gespräch mit dem Staatspräsidenten des westafrikanischen Landes. Gerade im kulturellen und entwicklungspolitischen Bereich soll die Zusammenarbeit künftig effektiver werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den Staatspräsdenten von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré. Deutschland will Burkina Faso insbesondere beim "Compact with Africa" weiter unterstützen. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Treffen mit Staatspräsident Roch Marc Kaboré betonte, durchläuft Burkina Faso gegenwärtig auf verschiedenen Ebenen Reformen, sowohl im wirtschaftlichen Bereich wie auch im Rahmen der Dezentralisierungsbemühungen.

Wirtschaftliche Unterstützung

Daher wolle man das Land unterstützen und die Zusammenarbeit vor allem im Rahmen der Initiative "Compact with Africa" vertiefen.

Der sogenannte "Compact with Africa" wurde unter der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 ins Leben gerufen. Zentrale Akteure sind die afrikanischen Länder selbst mit der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Sie setzen individuelle Reformprogramme gemeinsam mit möglichen zusätzlichen Beiträgen von G20-Partnern um.

Zwölf Länder Afrikas haben sich dem "Compact with Africa" angeschlossen: Äthiopien, Ägypten, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien.

Sicherheitspolitische Kooperationen

Auch im Rahmen der sicherheitspolitischen Maßnahmen wird Deutschland künftig seine Unterstützung für Burkina Faso verstärken.

Angesichts der terroristischen Aktivitäten in Burkina Faso und insbesondere an der Grenze zu Mali wolle die Bundesregierung dem afrikanischen Land beratend zur Seite stehen, so Merkel.

Sie hob die Bedeutung der im vergangenen Jahr eingerichteten G5-Sahel-Truppe hervor und erklärte, Deutschland habe seinen finanziellen Beitrag für diese Initiative bereits geleistet. Nun sei entscheidend, dass die Truppe "in die Gänge komme", denn sie werde dringend gebraucht.

Die Kanzlerin kündigte dazu ein Treffen der EU-Außenminister in Brüssel an, bei dem über die weiteren Maßnahmen beraten werden soll. 

Auch Staatspräsident Kaboré, derzeitiger Vorsitzender der G5-Sahel-Gruppe, erklärte, er wolle für eine weitere Unterstützung für die Initiative werben. Ein Treffen der Außenminister sei entscheidend, um die Sichtbarkeit der Initiative hervorzuheben.

Die Sahel G5-Länder (Niger, Burkina Faso, Mali, Mauretanien und Tschad) sind ein 2014 gegründeter Regionalzusammenschluss mit dem Ziel, gemeinsamen grenzüberschreitenden Herausforderungen wie Terrorismus und organisierter Kriminalität zu begegnen. Sie haben im Februar 2017 die Einrichtung einer gemeinsamen Eingreiftruppe (Force Conjointe) beschlossen.
Im Februar 2018 stellten Deutschland, Frankreich und die EU die gemeinsame Initiative Sahel-Allianz vor. Damit wollen sie das militärische Engagement in der Sahel-Region flankieren und Hilfe bei der zivilen Sicherheit leisten. Neben der militärischen und entwicklungspolitischen Kooperation unterstützt die EU die Sahel-Länder mit einer politischen Partnerschaft.



Donnerstag, 21. Februar 2019