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Deutschland/Griechenland

Gemeinsam weiter auf gutem Weg

Fortschritte sind unübersehbar - das bestätigte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Bei ihrem Kurzbesuch in Athen hatte die deutsche Regierungschefin außer ihrem Amtskollegen auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter zu Gesprächen getroffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf dem Flughafen empfangen als sie aus der Regierungsmaschine steigt. Empfang auf dem Eleftherios-Venizelos-Flughafen in Athen. Foto: Bundesregierung/Kugler

Der Besuch der Bundeskanzlerin galt einem engen europäischen Partner Deutschlands, mit dem es regelmäßige Kontakte gibt. Gegenwärtig hat Griechenland die EU-Ratspräsidentschaft inne und koordiniert die europäische Politik.

Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt

Wirtschaftsthemen spielten bei dem Besuch die Hauptrolle. Ist doch hierbei seit den Zeiten der Eurokrise die Zusammenarbeit mit Griechenland ganz besonders intensiv. Mehrfach hatte Kanzlerin Merkel sich öffentlich dazu geäußert, dass sie den griechischen Weg der Konsolidierung mit großer Bewunderung verfolgt. Sie sei sich bewusst, wie schwer dieser Weg für große Teile der griechischen Bevölkerung ist.

Heute konnte die Kanzlerin die griechische Regierung zur erfolgreichen Rückkehr an den internationalen Kapitalmarkt beglückwünschen. Am Donnerstag hatte Griechenland nach Angaben des Finanzministeriums in Athen drei Milliarden Euro am Anleihemarkt eingesammelt - rund eine halbe Milliarde mehr als vorhergesehen.

Das sei letztendlich ein Beleg dafür, dass das Sparprogramm erfolgreich verlaufe. Das Vertrauen der Finanzmärkte kehre zurück, so Merkel im Anschluss an ihre Begegnung mit Samaras. In den vergangenen anderthalb Jahren habe sich in Griechenland sehr getan, so die Kanzlerin.

Es habe sich gezeigt, "dass sich die sehr schwierigen Reformanstrengungen gelohnt haben und Fortschritte zu sehen sind, der Blick heute sehr klar in die Zukunft gerichtet wird". Merkel sagte aber auch, dass das noch nicht das Ende der Reformanstrengungen sein dürfe.

Aktuelle Untersuchungen belegen: Die griechische Wirtschaft steht 2014 an einem Wendepunkt. Nach einer langen Phase der Rezession rechnet die Troika mit positiven Wachstumsraten. Erwartet wird auch, dass der Budget-Primärsaldo weiter steigt.

Treffen mit jungen Unternehmern

Ein wichtiger Teil des Athen-Besuchs der Kanzlerin galt dem Meinungsaustausch mit griechischen Unternehmern, insbesondere Mittelständlern und jungen Start-Up-Gründern. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten, die Arbeit an den "klassischen Stärken" Tourismus und Landwirtschaft effizienter zu gestalten.

Sie glaube, so Merkel, dass "in diesem Land unglaublich viel an Möglichkeiten steckt, was noch gar nicht voll erfasst worden ist und auf dem nach einer schwierigen Wegstrecke aufgebaut werden kann". Sie verwies dabei auf ihre Erfahrungen mit dem Transformationsprozess in den neuen Bundesländern.

Sie sei überzeugt, dass Griechenland "nach dem, was an Strukturveränderungen zu leisten war, und nach dem, was vielleicht in Zukunft noch zu leisten sein wird, mehr Möglichkeiten offenstehen, als sich Schwierigkeiten ergeben werden", bekräftigte die Kanzlerin.

Merkel ermunterte die griechische Regierung, in ihren Sparbemühungen nicht nachzulassen. Deutschland stehe weiter an der Seite Griechenlands und unterstütze dessen wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen.

Sorge über Lage in der Ukraine

Angesichts der jüngsten Meldungen über die aktuelle Situation in der Ukraine äußerten Merkel und Samaras ihre Besorgnis. Russland wurde erneut aufgefordert, zur Deeskalation beizutragen und seine Truppen von der Grenze zur Ukraine abzuziehen.

Die beiden Regierungschefs begrüßten, dass in der kommenden Woche ein Treffen der Kontaktgruppe stattfinden soll, bestehend aus den Außenministern Russlands, der USA, der Ukraine sowie der EU-Außenbeauftragten Ashton.

Freitag, 11. April 2014