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Honduranischer Präsident in Berlin

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Honduras und Deutschland arbeiten im Kampf gegen den Klimawandel eng zusammen, das sagte Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des honduranischen Staatspräsidenten. Die Bundeskanzlerin hatte Präsident Juan Orlando Hernández im Kanzleramt empfangen.  

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt des Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández im Kanzleramt Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Honduras konzentriert sich auf Bildung und Umwelt. Foto: Bundesregierung/Kugler

"Ich beglückwünsche erst einmal Honduras dazu, dass es dort nach langer Zeit eine demokratische Wahl gab und jetzt ein legitimierter Präsident Honduras mit einer sehr ambitionierten Agenda führt, um das Land voranzubringen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Sie fuhr fort, dass der Klimawandel ein wichtiger Gesprächspunkt in der Unterredung gewesen sei. Man habe über die Ziele der Konferenz von Paris gesprochen, über bilaterale Unterstützung wie auch über die Kopenhagener Zusage. Diese sieht vor, dass die Industriestaaten den Entwicklungsländern ab 2020 für klimapolitische Ziele jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen.

Hilfe im Bildungssektor

Merkel wies weiter darauf hin, dass Honduras mit Korruption und Drogenkriminalität zu kämpfen habe. Die Kanzlerin begrüßte Initiativen zur Verbesserung der Sicherheitslage wie zum Aufbau des Rechtsstaates, die durch die honduranische Regierung angegangen werden.

Abschließend betonte Sie, dass Deutschland in der Entwicklungszusammenarbeit im Bildungssektor unterstützen wolle.

Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf zwei Schwerpunktbereiche: Bildung sowie Umweltpolitik einschließlich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und Klimaschutz. Bei den letzten Regierungsverhandlungen im September 2014 hat Deutschland Honduras 31 Millionen Euro für Maßnahmen der finanziellen und technischen Zusammenarbeit zugesagt. Das Portfolio der laufenden Projekte und Programme beläuft sich auf etwa 140 Millionen Euro.

Unterstützung verschiedener Ebenen

Seit 1961 hat Deutschland etwa 440 Millionen Euro für Projekte und Programme zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt der deutsche Anteil von rund 20 Prozent an der Entwicklungskooperation der Europäischen Union sowie der deutsche Anteil an den Leistungen der Internationalen Finanzinstitutionen wie Weltbank und Interamerikanischer Entwicklungsbank sowie den Programmen der Vereinten Nationen.

Das Programm der Europäischen Union (2014 - 2020) hat ein Volumen von 235 Millionen Euro und konzentriert sich auf die Bereiche Ernährungssicherung, Beschäftigung und Rechtsstaatsförderung. Die Interamerikanische Entwicklungsbank und die Weltbank sind mit etwa 100 Millionen Euro und 50 Millionen Euro pro Jahr die größten multilateralen Geber.

Dienstag, 27. Oktober 2015