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Auszeichnung für Merkel

Gegen das Vergessen

Das Comité International de Dachau hat Kanzlerin Merkel den General-André-Delpech-Preis verliehen. Mit der Auszeichnung würdigen Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau den Besuch der Kanzlerin in der Gedenkstätte.  

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Jean Samuel, ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Dachau. Bundeskanzlerin Merkel im Gespräch mit ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau. Foto: Bundesregierung/Denzel

Im Bundeskanzleramt überreichte Pieter Dietz de Loos, der Präsident des Comité International de Dachau (CID), Bundeskanzlerin Angela Merkel die Auszeichnung. In ihrer Dankesrede wies die Kanzlerin darauf hin, dass gerade 2014 ganz im Zeichen des Gedenkens stehe. "Wir erinnern in diesem Jahr an das unermessliche Leid, das Deutschland über Europa gebracht hat."

Erinnerung wachhalten

Erinnerung sei untrennbar damit verbunden, sich stets aufs Neue entschieden gegen jegliche Form von Extremismus, Antisemitismus und Rassismus zu wenden, betonte die Kanzlerin. "Erinnern wachzuhalten ehrt die Opfer und dient dazu, Leben und Zukunft zu gestalten".

Die Gedenkstätte Dachau sei ein Ort gegen das Vergessen, auch für kommende Generationen. Den Diebstahl des Eingangstores der Gedenkstätte nannte sie entsetzlich. Sie hoffe, dass die Täter, "schnell gefasst und zur Verantwortung gezogen werden."

Besuch im August 2013

In der Delegation des Komitees waren auch Überlebende des Konzentrationslagers Dachau. Merkel hatte sie bereits im August 2013 bei ihrem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Dachau getroffen.

Eingeladen hatte die Bundeskanzlerin damals der Vizepräsident des CID, Dr. Max Mannheimer. "Ein sehr bewegender Moment für mich", betonte die Kanzlerin 2013, "und eine große Ehre". Junge Menschen müssten wissen, welches Leid von Deutschland ausgegangen ist, und lernen, wie sie extremistischen Tendenzen entgegentreten können.

Im Comité International de Dachau (CID) haben sich ehemalige Häftlinge des KZ Dachau zusammengeschlossen. Sie gründeten das Komitee noch vor Ende des Krieges. General André Delpech, ein Überlebender des KZ Dachau, war von 1991-2006 Präsident des CID. Den Preis zu seinen Ehren gibt es seit 2013. Die Kanzlerin hatte im August 2013 die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Dr. Max Mannheimer, der Vizepräsident des CID, hatte die Kanzlerin persönlich eingeladen.

Dienstag, 04. November 2014