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Netanjahu in Berlin

Freundschaft ist "ein Geschenk der Geschichte"

Dass Deutschland und Israel sich nach dem Menschheitsverbrechen der Schoah als Verbündete begegneten, sei ein großes Geschenk der Geschichte. Das sagte die Bundeskanzlerin beim Besuch des israelischen Premierministers. Dieses Verhältnis müsse aber "jeden Tag wieder neu erarbeitet werden", so Merkel.

Bundeskanzlerin Merkel begrüßt Ministerpräsident Netanjahu im Kanzleramt Merkel empfängt Netanjahu: Ein Geschenk der Geschichte, dass man heute hier als Verbündete steht. Foto: Bundesregierung/Kugler

Israel feiert in diesem Jahr sein 70 jähriges Bestehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hob den Besuch von Premierminister Benjamin Netanjahu auch deshalb als "sehr wichtig und symbolisch" hervor.

Deutsch-israelische Regierungskonsultationen

Für den 4. Oktober kündigte Merkel deutsch-israelische Regierungskonsultationen an. Eine Wirtschaftsdelegation werde ihre Reise nach Israel begleiten, um den Wirtschaftsaustausch weiter zu verbessern.

Israel, Iran und die Region

Die Bundeskanzlerin machte deutlich, dass über die Nützlichkeit des Iran-Abkommens unterschiedliche Auffassungen bestünden. Die Bundesregierung unterstütze jedoch den Wunsch Israels, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) die erlangten, bedeutsamen Materialien über das iranische Atomprogramm bewertet.

Die Bundeskanzlerin machte weiter klar, dass aus deutscher Sicht der regionale Einfluss des Iran in der Region besorgniserregend sei - insbesondere für die Sicherheit Israels. Sie wies auf das iranische Engagement im Jemen in Syrien hin und auch auf das ballistische Raketenprogramm, das sich in der Entwicklung befindet.

Nahost-Friedensprozess und Gaza

Es sei wichtig, für eine Zwei-Staaten-Lösung einzutreten. Darin seien sich Deutschland und Israel einig, erklärte Merkel. Im Augenblick sei die Situation kompliziert. Es würden keinerlei Gespräche stattfinden. Die Bundesregierung wünsche sich eine Belebung des Friedensprozesses. Man habe auch über die Unterstützung der Bevölkerung in Gaza gesprochen und über konkrete Projekte, bei denen Deutschland helfen könnte.

Montag, 04. Juni 2018