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Berlin Institute for Medical Systems Biology

Forschen für ein gesundes Leben

Seit jeher träumen die Menschen davon, lange und gesund zu leben. Diesen Wunsch verfolgen auch die Forschenden des Berlin Institute for Medical Systems Biology, und zwar demnächst von ihrer künftigen Arbeitsstätte in Berlin-Mitte aus. Bundeskanzlerin Merkel hat das neue Gebäude bei der Eröffnungsfeier kennengelernt.

Die Kanzlerin betrachtet aus Patientenzellen gewonnene neuronale Organoide durch ein Mikroskop. Kanzlerin Merkel betrachtet Ergebnisse der molekularen Grundlagenforschung am BIMSB. Foto: Bundesregierung/Steins

Seit Beginn der modernen Medizin arbeitet die Wissenschaft systematisch daran, den Menschen mehr gesunde Lebensjahre zu schenken. Dank modernster Technologien verstehen Forscherinnen und Forscher immer besser, wie ein gesunder Organismus funktioniert und wie Krankheiten entstehen.

Im Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) gehen die Forschenden auf Zellebene, um herauszufinden, wie sie gesteuert werden.

Erfolgreich durch Einzelzell-Betrachtung

Indem erkrankte Zellen von Patientinnen und Patienten untersucht werden, können individuelle Krankheitsbilder erfasst werden. Mit dieser angewandten Forschung können zielgenauere und damit  erfolgreichere Therapien durchgeführt werden. Diese Forschungen in der Einzelzell-Biologie hat das amerikanische Wissenschaftsjournal Science 2018 als den "Durchbruch des Jahres" gewürdigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte die BIMSB-Forscherinnen und Forscher, die an dieser Pionierleistung maßgeblich beteiligt waren: "Das ist wirklich etwas, worauf man stolz sein kann."

Interdisziplinäres Forschen zum Standard machen

Beeindruckt zeigte sich die Kanzlerin auch hinsichtlich der zu erfassenden Datenmengen, die nur mithilfe von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen erfasst werden können. Das BIMSB stehe exemplarisch dafür, "dass Spitzenforschung in vielen Bereichen nur über die Grenzen einzelner Disziplinen hinaus denkbar ist", betonte Merkel.

Der Erfolg des BIMSB sei auch ein Beleg für die Leistungskraft des Max-Delbrück-Centrums, lobte die Kanzlerin. Das BIMSB ist Teil dieses Zentrums für biomedizinsche Forschung. Merkel ermutigte die Forscherinnen und Forscher, auch zukünftig verstärkt gemeinsam über die Grenzen von Disziplinen, Institutionen und Ländern hinweg zu forschen. Dies müsse zum Standard werden.

Das Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin ist eines der wichtigsten Zentren für biomedizinische Forschung in Deutschland. Es wurde 1992 gegründet, um Ergebnisse der molekularen Forschung in die Praxis zu überführen.

Schwerpunkt auf Gesundheitsforschung

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Bundesregierung ist die Gesundheitsforschung. In einem Rahmenprogramm definiert sie, nach welchen Leitlinien die medizinische Forschung in Deutschland in den nächsten zehn Jahren gefördert werden soll. Die Forschung müsse der Gesundheit und Lebensqualität der Menschen dienen. Dies solle konsequent weiterentwickelt und ausgebaut werden, so die Kanzlerin.

"Darüber hinaus legen wir im Rahmenprogramm fest, wie neue Technologien, etwa die Digitalisierung, die Künstliche Intelligenz oder neue molekularbiologische Methoden zum Schlüssel für medizinischen Fortschritt werden", sagte Merkel. Dafür würden Spitzenkräfte gebraucht, weswegen die Bundesregierung auch dies fördern werde.

Dienstag, 26. Februar 2019