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EU-LAK

Europa trifft Lateinamerika

Auf dem EU-Lateinamerika-/Karibik-Gipfel in Wien ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Staats- und Regierungschefs aus Europa, Lateinamerika und der Karibik zusammengetroffen. Auf der Basis gemeinsamer Werte wollen beide Kontinente ihr Zusammenarbeit ausbauen.

Auf der ersten Arbeitssitzung der rund 60 Staats- und Regierungschefs hielt die Bundeskanzlerin ein Impulsreferat zur internationalen Energiepolitik.

Weitere Themen des Gipfels sind die Reform der Vereinten Nationen, Drogenbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und Handelsfragen. Ziel des interkontinentalen Dialogs ist es, die Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika weiter zu vertiefen: politisch, wirtschaftlich und bei der Entwicklungszusammenarbeit.

Der EU-LAK-Gipfel findet nach Treffen in Brasilien, Spanien und Mexiko bereits zum vierten mal seit 1999 statt.

Partnerschaft auf Basis gemeinsamer Werte

Die erweiterte EU ist ein wichtiger wirtschaftlicher und politischer Partner für Lateinamerika und die Karibik: Sie ist führend bei Entwicklungshilfe und den Auslandsinvestitionen. Für manche lateinamerikanische Länder ist die EU sogar der wichtigste Handelspartner.

Die Zusammenarbeit gedeiht auf einer gemeinsamen Basis: Beide Seiten teilen Werte wie Menschenrechte, demokratische Grundsätze und Multilateralismus. Hinzu kommt, dass die Bedeutung der lateinamerikanischen und karibischen Region mit dem Potenzial ihrer Länder weiter wächst.

Vertrauensbildendes Klima

Am Rande des Gipfels führte die Bundeskanzlerin am Freitag verschiedene bilaterale Gespräche. So kam sie mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, dem mexikanischen Präsidenten Vicente Fox sowie dem argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner zum Meinungsaustausch zusammen. Erstmals nimmt auch UN-Generalsekretär Kofi Annan am EU-LAK-Gipfel teil.

Die zahlreichen Begegnungen auf dem Wiener Gipfel dienen nicht zuletzt der Kontaktpflege: Persönliche Gespräche schafften ein Klima, das es bei anderer Gelegenheit erleichtere, einfach zum Telefonhörer zu greifen, berichtete die Bundeskanzlerin.

Am Freitagabend wollen die Staats- und Regierungschefs eine gemeinsame "Wiener Erklärung" über die weitere Zusammenarbeit beider Kontinente verabschieden.

Freitag, 12. Mai 2006