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Treffen mit Rajoy

Engere Kooperation in der Eurozone

Bei ihrem Besuch in Santiago de Compostela hat die Bundeskanzlerin die Arbeit der spanischen Regierung gewürdigt. Sie habe die Fundamente für eine gedeihliche Entwicklung Spaniens in der Zukunft gelegt. Europa müsse näher zusammenrücken.

Merkel und der spanische Ministerpräsident Rajoy in Santiago de Compostela Die Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident in Santiago de Compostela Foto: Bundesregierung/Denzel

Bundeskanzlerin Angela Merkel führte aus: "Spanien und Deutschland sind der Meinung, dass die Wirtschafts- und Währungsunion eine engere Kooperation auch im wirtschaftlichen Bereich in Zukunft erfordert." Europa müsse näher zusammenrücken, insbesondere die Eurozone, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu sein.

Mehr Arbeitsplätze in digitaler Wirtschaft

Merkel betonte, sie werde sich für Wachstum und Beschäftigung einsetzen. Sie nannte zwei Bereiche: den Ausbau des Digitalen Marktes und die Entwicklung des Energiemarktes zu einem Energiebinnenmarkt. Weiterhin sprachen Merkel und Rajoy über die bessere Nutzung europäischer Programme, wie die Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen und das Programm für Jugendbeschäftigung. Der kommende EU-Gipfel war ebenfalls Thema der Gespräche. Zum Abschluss der Pressebegegnung lud die Bundeskanzlerin Rajoy in ihre Heimat nach Stralsund ein.

Auf dem Jakobsweg

Gemeinsam hatten der spanische Ministerpräsident und die Bundeskanzlerin einen kleinen Teil des Jakobsweges erwandert. Ebenso besuchten sie die Kathedrale von Santiago de Compostela.

Die Kathedrale von Santiago de Compostela steht über einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird. Sie ist Ziel des Jakobsweges.1985 wurde die Altstadt von Santiago de Compostela, und damit auch die Kathedrale, zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt.

Wirtschaftsbeziehungen

In Spanien sind nach Angaben der Deutschen Handelskammer rund 1.200 deutsche Unternehmen mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. Eine bedeutende Rolle in den Wirtschaftsbeziehungen spielt auch der deutsche Tourismus. 2013 stellten 9,8 Millionen Deutsche die zweitgrößte Touristengruppe.

Deutschland ist der zweitgrößte Handelspartner Spaniens. Bei den Importen Spaniens liegt Deutschland auf Platz eins. Spanien exportierte 2013 Waren im Wert von 23,7 Milliarden Euro und importierte Waren im Wert von 31,3 Milliarden Euro.

Kulturelle Beziehungen

Deutschland unterhält in Madrid und Barcelona Goethe-Institute mit Außenstellen in Granada und San Sebastián. Zwischen den Hochschulen beider Länder bestehen mehr als 1.500 formelle Kooperationsvereinbarungen. Eine große Zahl von gemeinsamen Forschungsprojekten deutscher und spanischer Institutionen unterstreicht die Zusammenarbeit.

Montag, 25. August 2014