Navigation und Service

Inhalt

Deutschland/Italien

Enge Zusammenarbeit mit Italien

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue italienische Ministerpräsident Mario Monti sind sich in Wirtschaftsfragen einig. Merkel würdigte Roms Anstrengungen zur Verbesserung des nationalen Haushaltes.

Merkel empfängt Monti im Bundeskanzleramt. Merkel empfängt Monti im Bundeskanzleramt. Foto: Bundesregierung/Denzel

Die neue italienische Regierung habe sehr schnell wirksame Maßnahmen ergriffen, erklärte Merkel beim Antrittsbesuch des italienischen Ministerpräsidenten Monti in Berlin. Neben der Konsolidierung der Staatsfinanzen habe sie auch durchgreifende Strukturreformen beschlossen. Die wirtschaftlichen Perspektiven des Landes hätten sich deutlich verbessert. Italien kann seine Verpflichtungen aus eigener Kraft erfüllen, sagte die Bundeskanzlerin. Am 20. Januar werden sich Merkel und Monti erneut mit dem französischen Staatspräsidenten in Rom treffen, um über weitere gemeinsame Anstrengungen für den Erhalt der gemeinsamen Währung zu beraten.

Italien will Wachstum fördern

Monti war vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren empfangen worden und dankte für den freundschaftlichen Charakter des Gespräches. Er lobte die deutsche Haushaltsdisziplin und Wirtschaftspolitik. Auch er wolle in Italien das wirtschaftliche Wachstum fördern, insbesondere durch mehr Wettbewerb. In enger Absprache mit Deutschland und Frankreich will Italien seinen Beitrag zur finanziellen Stabilität Europas leisten. Sein Land fühle sich verpflichtet, intensiv an der Lösung der Probleme Europas zu arbeiten.

Gemeinsam für Wohlstand

„Die europäische Einigung ist Deutschlands Vorteil“, erklärte die Kanzlerin. „Wir sind zu unserem Glück vereint!“ Europa soll auch künftig stark und wettbewerbsfähig sein. Um den Wohlstand zu bewahren, müsse angesichts der zunehmenden weltweiten Konkurrenz innovativ und hart gearbeitet werden. „Die besten Produkte herstellen, wettbewerbsfähig sein“, forderte sie. Europa soll gemeinsam ein starker Kontinent sein, attraktiv für Investoren. Auch Deutschland habe in diesem Kontext noch viel zu lernen. So müssten beispielsweise Infrastrukturprojekte schneller realisiert werden.

Mittwoch, 11. Januar 2012