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40 Jahre UN-Mitgliedschaft

Engagiertes Mitglied der Weltgemeinschaft

Anlässlich der 40-jährigen Mitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel deren "einzigartige Bedeutung" betont. Deutschland werde ein verlässlicher Partner bleiben. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon würdigte die deutschen Verdienste für die internationale Gemeinschaft.

Monument: Verknoteter Revolver vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Die Vereinten Nationen stehen für Frieden, Sicherheit und Entwicklung Foto: UN Photo

Zum Jubiläum wandte sich die Bundeskanzlerin mit einem Schreiben an die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen: "Die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen sind in der internationalen Zusammenarbeit von einzigartiger Bedeutung. In ihnen ist die gesamte Völkerfamilie vertreten", so Merkel. Daraus erwachse ein Höchstmaß an Legitimität für die Beantwortung existenzieller Fragen von Krieg und Frieden und für Lösungen zentraler Zukunftsthemen.

Hoffnung auf friedfertige und lebenswerte Zukunft

"Frieden, Freiheit und Entwicklung spiegeln sich in der Gründungscharta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wider", schreibt die Kanzlerin weiter. "Auf einem gemeinsam geteilten Wertefundament gründet die Hoffnung auf eine friedfertige und lebenswerte Zukunft." Insbesondere mit den Millenniums-Entwicklungszielen und ihrer Ausrichtung auf das Leitbild der Nachhaltigkeit seien Herausforderungen verbunden, die sich nur im Rahmen der Vereinten Nationen bewältigen lassen.

Deutschland habe sich 40 Jahre nach dem Beitritt zu einem "engagierten und respektierten Mitglied der Vereinten Nationen" entwickelt, so Merkel. "Auch in Zukunft wird Deutschland ein verlässlicher Partner der Vereinten Nationen und ein starker Verfechter ihrer Ziele bleiben."

Bei der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 stand Deutschland unter Besatzungsstatut. In den folgenden Jahrzehnten verhinderte (nach der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949) der Kalte Krieg eine Aufnahme der Bundesrepublik und der DDR in die Weltorganisation.
Mit der Annäherung beider Staaten Anfang der 1970er Jahre war der Weg für einen Beitritt frei. Am 18. September 1973 traten die Bundesrepublik und die DDR als 133. und 134. Vollmitglied den Vereinten Nationen bei. Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Deutschland in den UN als ein Staat vertreten.

Ban lobt langjähriges Engagement

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon würdigte bei einem Festakt in New York die deutschen Verdienste für die internationale Gemeinschaft. Deutschland sei in der ganzen Zeit seiner Mitgliedschaft einer der "aktivsten Unterstützer" der Vereinten Nationen gewesen. Heute sei es der drittgrößte Geberstaat für das UN-Budget.

Der deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Peter Wittig, übergab Ban während des Festakts den neugestalteten "Ruheraum" am Saal des Sicherheitsrates. Diesen hatte die Bundesrepublik einst gestiftet. Der Raum ist nur für Delegierte zugänglich und dient zu Gesprächen am Rande von Sitzungen des Sicherheitsrates.

Kernbestandteil deutscher Außenpolitik

Außenminister Guido Westerwelle sagte, Deutschland sei mit dem Beitritt 1973 offiziell als anerkanntes Mitglied in die Weltgemeinschaft zurückgekehrt. "Unser Engagement in den Vereinten Nationen ist Kernbestandteil deutscher Außenpolitik. Frieden, Sicherheit und Entwicklung lassen sich weltweit nur mit den Vereinten Nationen erreichen", so Westerwelle.

"Die Vereinten Nationen haben und behalten aus unserer Sicht eine Schlüsselfunktion in der internationalen Politik", sagte der Außenminister. Deshalb müssten sie sich der Welt von heute anpassen und zu Reformen bereit sein, um nicht an Autorität zu verlieren.

Deutschland begeht das Jubiläum am Mittwoch mit einem Festakt, den Westerwelle eröffnet. An diesen schließt sich eine Tagung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen an.

Dienstag, 17. September 2013