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Sozialpreis 2012

Engagierte Journalisten ausgezeichnet

Sie berichten über Ausgrenzung, Armut und Angst. Vier Journalisten erhielten für ihre Berichterstattung den Deutschen Sozialpreis 2012. Verliehen wird der Medienpreis von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege für Beiträge über soziale Notlagen in Deutschland.

Merkel bei der Verleihung des Deutschen Sozialpreises 2012 Angela Merkel und Johannes Stockmeier beglückwünschen Christel Sperlich für die Sparte Fernsehen Foto: Bundesregierung/Knoth

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm an der Preisverleihung in Berlin teil und würdigte die herausragende journalistische Arbeit der Preisträger. Zugleich dankte Merkel den Haupt- und Ehrenamtlichen in der freien Wohlfahrtspflege, die "mit ihrem unschätzbaren Dienst helfen, unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht zu geben."

Dabei ging Merkel auch darauf ein, dass die Gesellschaft in Deutschland sich auf große demografische Veränderungen einstellen müsse. Angesichts sechs Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2030, wies Merkel darauf hin, dass „Pflege, Zusammenleben im Alter und das Zusammenbringen der Generationen ein riesiges Thema sein werde.“ Gleichzeitig sei es eine drängende Aufgabe, jeden jungen Menschen in seinen Möglichkeiten zu fördern.                                                  

Mehr Aufmerksamkeit für hilfsbedürftige Menschen

Der Deutsche Sozialpreis wird in den Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen vergeben. Aus mehr als 450 Einreichungen hat die unabhängige Jury drei Beiträge ausgewählt, die in besonderer Weise menschliche Schicksale in den Mittelpunkt stellen, die man im alltäglichen Leben nicht sieht.

  • Sieger in der Sparte Print war ein Dossier über einen aus der Sicherungsverwahrung entlassenen Straftäter, der in die Gesellschaft zurückkehrt und dort verachtet und gefürchtet wird.

  • In der Hörfunksparte ging der Preis an eine Reportage über das DDR-Frauengefängnis Hoheneck, in dem politische Gefangene unter besonders grausamen Haftbedingungen leiden mussten.

  • Ausgezeichnet in der Kategorie Fernsehen wurde ein Beitrag über drei Menschen, die trotz Vollzeitbeschäftigung, Engagement und Ausbildung auf Hartz IV-Bezüge angewiesen sind.

Die Preise überreichte Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und zugleich Präsident des Diakonischen Werkes ist.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) verleiht seit 1971 jedes Jahr den Deutschen Sozialpreis. In der BAGFW arbeiten die 6 Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammen. Der Deutsche Sozialpreis würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit den besonderen Situationen und Problemen notleidender oder sozial benachteiligter Gruppen in Deutschland auseinandersetzen. Die Auszeichnungen erfolgen in den Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Mittwoch, 28. November 2012