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Merkel-Interview

Energiewende als Lernprozess

Gelingt das Jahrhundertprojekt Energiewende? Steigen die Strompreise weiter? Diesen und anderen Fragen stellte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Gespräch mit NDR-Info.

Strommasten und Windräder vor Abendhimmel Merkel: "Wir brauchen nochmal eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes" Foto: picture-alliance/ZB

Die Sorge der Menschen über steigende Strompreise könne sie sehr wohl nachvollziehen, sagte die Kanzlerin in dem Interview. Auch die Befürchtung, dass Windkraft- oder Offshore-Anlagen genehmigt und gebaut würden, der Strom anschließend aber nicht dahin transportiert werden könne, wo er gebraucht würde.

Man habe ebenso nicht vorhersehen können, "dass die Solarenergie sich so schnell so viel effizienter entwickeln wird als es noch vor fünf Jahren war", so Merkel weiter. Um diese Probleme zu lösen, "brauchen wir nochmal eine Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes."

Strom muss bezahlbar bleiben

Dass bestimmte Betriebe von der EEG-Umlage entlastet werden, um Arbeitsplätze nicht zu gefährden, würden viele Menschen verstehen, meinte die Kanzlerin. "Wenn es aber Bereiche geben sollte, wo Unternehmen entlastet werden, obwohl das nicht notwendig ist, dann müssen wir hier nachsteuern".

Zudem machte sie auf eine zweite Tendenz aufmerksam, die bedenklich ist: "Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihren eigenen Energiebedarf selber zu decken, und die zahlen dann natürlich keine EEG-Umlage mehr". Auch hier müsse die Bundesregierung die weitere Entwicklung genau beobachten.

Deutschland hat Neuland betreten

Merkel betonte, dass sich Deutschland in einem Lernprozess befinde und mit der Energiewende Neuland betreten habe. Denn bisher habe kein Land einen solchen Energieumstieg geschafft.

Mittwoch, 16. Januar 2013