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Handwerk

Energiewende als Chance nutzen

Die Energiewende hänge auch vom Handwerk ab, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer. Das duale Ausbildungssystem lobte sie als "wesentliche Ursache für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland".

Bundeskanzlerin Merkel bei der Verabschiedung des ZDH-Präsidenten Otto Kentzler. Ehrung für den langjährigen ZDH-Präsidenten: Kanzlerin Merkel überreicht Otto Kentzler das Große Verdienstkreuz Foto: Bundesregierung/Steins

Bundeskanzlerin Angela Merkel hob die Bedeutung des deutschen Handwerks hervor, zu dem jedes vierte deutsche Unternehmen gehört. Rund 5,3 Millionen Beschäftigte im deutschen Handwerk erwirtschaften einen Umsatz von 500 Milliarden Euro.

Diese große Wirtschaftsmacht habe einen erheblichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes, unterstrich die Kanzlerin. Deshalb habe es steuerliche Erleichterungen gegeben.

Keine Steuererhöhungen geplant

Kanzlerin Merkel betonte in ihrer Rede auch, dass die neue Regierung keine Steuererhöhungen plane: "Steuerpolitische Verlässlichkeit ist unser Maßstab."

Das gelte im Speziellen auch für die erbschaftssteuerlichen Vergünstigungen beim Betriebsübergang, was derzeit gerichtlich überprüft wird. Die Bundesregierung habe keinen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieser Vergünstigung.

Fachkräftebasis gemeinsam sichern

Die Bundeskanzlerin ging in ihrer Rede besonders auf das duale Ausbildungssystem in Deutschland ein, das sie weiter stärken will. Dieses Ausbildungssystem sei wesentliche Ursache für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Sie dankte dem Handwerk für seinen großen Anteil an diesem Erfolg.

Die Bundesregierung werde das System der dualen Ausbildung auch auf europäischer Ebene intensiv vertreten, machte Merkel deutlich. Zudem hoffe sie, das die Gewerkschaften wieder am Ausbildungspakt teilnehmen werden.

Energiewende braucht Unterstützung

Wegen der großen Bedeutung des deutsche Handwerks warb die Kanzlerin um Unterstützung bei der Reform der Ökostrom-Förderung. Das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz könnten nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn es umgesetzt wird. Gleichzeitig muss der Ausbau der erneuerbaren Energien parallel zum Netzausbau laufen.

Merkel wies auf die Chancen des Handwerks bei der Energiewende hin, insbesondere bei der Gebäudesanierung.

Der neue Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, folgt auf Otto Kenzler, der neun Jahre das Amt innehatte. Wollseifer, Inhaber eines Handwerksunternehmens, war zuletzt Präsident der Handwerkskammer zu Köln.

Donnerstag, 30. Januar 2014