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G8--Gruppe der Acht-Gipfel

Einigung zu Syrien

Die Lage in Syrien war eines der zentralen Themen des G8-Gipfels in Nordirland. Die Teilnehmer des Gipfels verständigten sich auf wichtige Punkte, die zur Lösung des Konflikts beitragen sollen.

Menschen fliehen in Syrien vor den Kämpfen. Humanitäre Hilfe für syrische Bevölkerung verstärken Foto: picture alliance / ROPI

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Einigung als "sehr wichtige Botschaft". "Dass alle G8-Teilnehmer dazu bereit sind und auch darauf hinarbeiten werden, ist ein wichtiger Schritt", sagte Merkel nach den zweitägigen Beratungen in Lough Erne.

G8-Staaten erhöhen humanitäre Hilfe

Die G8 vereinbarten, die humanitäre Hilfe noch einmal zu erhöhen - um mehr als eine Milliarde Dollar. Deutschland wird 200 Millionen Euro dazu beitragen.

"Das ist der größte Beitrag, den wir jemals für eine humanitäre Aktion bezahlt haben", sagte die Kanzlerin. Daraus werde auch deutlich, wie ernst die humanitäre Lage sei, insbesondere für die Flüchtlinge in Jordanien, aber auch in der Türkei und im Libanon.

Merkel hatte erst am Wochenende in einem Telefonat mit dem jordanischen König Abdullah II. die Situation in Syrien erörtert. Sie würdigte dabei die großzügige Aufnahme von mehr als 500.000 syrischen Flüchtlingen durch Jordanien. Sie hatte auch die Bereitschaft Deutschlands betont, Jordanien bilateral und in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UN) weitere Hilfe zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms zur Verfügung zu stellen.

Unterstützung für Konferenz in Genf

Die G8-Staaten verständigten sich auf eine zweite Genfer Konferenz. Man wolle dort - so die Kanzlerin - über eine Übergangsregierung beraten und eine solche Übergangsregierung auch mit exekutiven Vollmachten ausstatten.

Merkel hatte sich immer dafür eingesetzt, dass eine politische Lösung des Konflikts herbeigeführt wird. Die von den USA und Russland geplante Syrien-Konferenz in Genf bietet die Chance, die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft an einen Tisch zu bringen und einen Ausweg aus dem blutigen Konflikt zu finden.

Giftgas-Untersuchung durch Vereinte Nationen

Die G8-Teilnehmer einigten sich auch darauf, die Frage des Einsatzes von Chemiewaffen durch die Vereinten Nationen und Experten vor Ort untersuchen zu lassen. Danach soll dem UN-Sicherheitsrat über die Untersuchung berichtet werden. Die Bundeskanzlerin hatte schon im Vorfeld des Gipfels angemerkt, dass man die Informationen über einen Giftgas-Einsatz in Syrien sehr ernst nehme.

Neben dem Syrienkonflikt berieten die G8 über weitere außenpolitische Themen: die Terrorismusbekämpfung, insbesondere in der Sahelzone, die Lage in Mali sowie in anderen Staaten der Region.

Dienstag, 18. Juni 2013