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Mitschrift Pressekonferenz

Im Wortlaut

Eingangserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zur Eröffnungssitzung des G20-Gipfels am 7. Juli 2017

in Hamburg

Ich möchte Sie jetzt noch einmal alle begrüßen wir haben ja schon mit einigen im Rahmen des Retreat zusammengearbeitet und möchte Sie herzlich in Deutschland willkommen heißen!

Deutschland trägt zum ersten Mal das G20-Treffen aus. Wir freuen uns, in der maritimen Stadt Hamburg zu sein. Wir haben deshalb auch das Logo unseres Treffens aus der maritimen Szene gewählt. Das ist ein Kreuzknoten. Je größer die Belastung ist, umso fester wird dieser Knoten.

Unser Motto für diese G20-Präsidentschaft heißt: „Eine vernetzte Welt gestalten.“ Weil wir hier auch große Teile der Welt repräsentieren, gibt es natürlich Millionen von Menschen, die uns jetzt folgen und die mit ihren Sorgen, Ängsten und ihren Nöten hoffen, dass wir zur Lösung der Probleme einen Beitrag leisten können. Ich glaube, in diesem Geiste sollten wir hier auch zusammenarbeiten. Ich bin auch ganz sicher, dass jeder sich hier anstrengt, um gute Ergebnisse zu erreichen.

Bis wir uns hier sozusagen zum Höhepunkt der G20-Präsidentschaft treffen konnten, ist ja schon sehr viel Arbeit von unseren Sherpas geleistet worden. Sie müssen noch einmal eine Nacht durcharbeiten, was aber dazu gehört.

Viele Gruppen in unseren Gesellschaften von den jungen Menschen, von den Frauen, der Wirtschaft, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, der Wissenschaft und viele internationale Organisationen haben uns sehr geholfen, hier heute gute Materialien und gute Beratungsgrundlagen zu haben. Deshalb möchte ich mich für all die Vorarbeiten, die geleistet wurden, bedanken.

Ich möchte auch ganz herzlich unsere Partnerländer begrüßen. Wir haben mit Spanien, Norwegen, den Niederlanden, Singapur, mit dem APEC-Vorsitz Vietnam, mit Guinea als Vorsitz der Afrikanischen Union und mit dem senegalischen Präsidenten für NEPAD Gäste, die wir ganz herzlich willkommen heißen und die sich in die Vorbereitung dieser Sitzung schon sehr intensiv eingebracht haben.

Wir kennen alle die großen globalen Herausforderungen. Wir wissen, dass die Zeit drängt. Deshalb können Lösungen oft nur gefunden werden, wenn wir kompromissbereit sind, wenn wir uns aufeinander zubewegen, ohne uns aber das sage ich ganz ausdrücklich zu sehr zu verbiegen, denn es ist so, dass wir natürlich durchaus Unterschiede benennen können.

Wir repräsentieren hier immerhin 2/3 der Weltbevölkerung, 4/5 des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, 3/4 des Welthandels. Es ist also schon richtig, wenn diejenigen, die heute nicht dabei sind, von uns erwarten, dass wir ordentlich arbeiten. Entsprechend dieser Fragen haben wir versucht, von deutscher Seite die Agenda zusammenzustellen: natürlich zu den Themen Wirtschaft und Handel, aber eben auch zu den Fragen des Klimawandels und der Energiepolitik. Deutschland hat einen Schwerpunkt auf das Thema Afrika gelegt, weil wir, wenn ich aus der europäischen Perspektive spreche, Afrika als unseren Nachbarkontinent sehen und alles tun müssen, um ihn voranzubringen. Das Thema Gesundheit spielt eine zentrale Rolle.

Wir werden all diese Themen beraten, genauso natürlich wie die Rolle von Frauen in einer Welt, in der Frauen immer noch nicht gleichberechtigt sind, es oft schwerer haben und gleichzeitig die Hauptsorge für die Familien und die jungen Menschen tragen.

Ich bedanke mich, dass Sie alle hierhergekommen sind.

Ich bitte jetzt die Presse, uns allein zu lassen, damit wir in Ruhe weiterarbeiten können. Ich darf Ihnen versprechen, dass es dann mit der Sitzung zu den Themen Welthandel und Weltwirtschaft losgeht, so wie es ja auch die Kernkompetenz der G20 ist.

Freitag, 07. Juli 2017