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Auszeichnung

Ein außergewöhnlicher Weg der Versöhnung

Das American Jewish Committee hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Preis „Light unto the Nations“ (Licht für die Völker) verliehen. Damit würdigt die Organisation das Engagement der Bundeskanzlerin für die Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, zu  Israel und für die Erinnerung an den Holocaust.

Bundeskanzlerin Merkel erhält den Preis des American Jewish Committee Bundeskanzlerin Merkel auf der Verleihung der Auszeichnung "Light unto the Nations" Foto: REGIERUNGonline/Denzel

Der Preis ist die höchste Ehrung, die das American Jewish Committee (AJC) verleiht. Er wird verliehen an Persönlichkeiten, die sich mit "Mut und politischer Standfestigkeit" weltweit für Themen einsetzen, die für Juden von großer Bedeutung sind. Die ausgezeichneten Persönlichkeiten wenden sich insbesondere gegen jede Form des Antisemitismus und setzen sich für die jüdische Selbstbestimmung ein.  

Die Auszeichnung sei "zuallererst auch eine Verantwortung dafür, das Vertrauen, das in unser Land gesetzt werde, nicht zu enttäuschen, sondern auch in Zukunft zu rechtfertigen", so Merkel während der Preisverleihung. Die Bundeskanzlerin machte deutlich, wie wichtig es sei, auch der jungen Generation die Erinnerung an die Geschichte nahezubringen wie auch die Verantwortung, sich für Menschenrechte weltweit einzusetzen.

Drängendste Aufgabe sei der Frieden im Nahen Osten, betonte die Kanzlerin. Deutschland fühle sich verpflichtet, gemeinsam mit der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten nach einer Lösung mit einem jüdischen und einem palästinensischen Staat zu suchen. Merkel: Die Menschen in Israel müssten „in einem jüdischen Staat in Sicherheit, in sicheren Grenzen und in Freiheit leben können." Die Auszeichnung sei „ein täglicher Auftrag“, sich auch von deutscher Seite für dieses Ziel einzusetzen.

Das 1906 gegründete American Jewish Committee ist eine der bedeutendsten amerikanisch-jüdischen Organisationen. Die Auszeichnung wird an Staats- und Regierungschefs verliehen, die sich um die Belange Israels und des jüdischen Volkes verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der frühere US-Präsident Bill Clinton und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy.

Donnerstag, 20. Januar 2011