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Einzelhandel

Die richtigen Weichen stellen

Konsolidieren und gleichzeitig investieren: "Genau dieser Doppelklang muss fortgesetzt werden", so Bundeskanzlerin Angela Merkel beim 13. Deutschen Handelskongress. Die neue Bundesregierung sei gefordert, die richtigen Weichen zu stellen für Wirtschaft, Arbeitnehmer und Konsumenten.

Bundeskanzlerin Merkel spricht am Rednerpult beim Deutschen Handelskongress 2013 des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels Gute Rahmenbedingungen für den Einzelhandel schaffen Foto: Bundesregierung/Bergmann

Der Kunde soll König sein - das ist das Motto des Einzelhandels. Stete Innovationen und Anpassungen sind nötig, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Also harte Arbeit. "Natürlich brauchen Sie auch die notwendigen Rahmenbedingungen", sagte Merkel in Berlin zu den Vertreterinnen und Vertretern des deutschen Einzelhandels.

Mehr Geld für Verkehrsinfrastruktur

Damit der Handel seine Regale füllen kann, ist eine eine gute Verkehrsinfrastruktur besonders wichtig. Eine der Prioritäten für die neue Bundesregierung sei daher, mehr Geld in Brücken, Tunnel, Schienen, Kanäle und Schleusen zu stecken. "Weil wir zum Teil von der Substanz leben", so die Bundeskanzlerin.

Investitionen seien ohne neue Schulden möglich - dank zunehmender Steuereinnahmen. Denn den Kurs der Haushaltskonsolidierung will Merkel fortsetzen.

Energiepreise bremsen

Nicht nur für den Einzelhandel spiele die Frage der Energiepreise eine wichtige Rolle. "Wir stehen in Deutschland vor einer riesigen Aufgabe", betonte die Kanzlerin.

Das Dreieck aus Versorgungssicherheit, vernünftigen Preisen und Umweltverträglichkeit müsse in der Balance bleiben. Dazu müssten der Anstieg der EEG-Umlage in den nächsten Jahren massiv gebremst und klare Ausbaupfade für die erneuerbaren Energien vereinbart werden. Die grundlegende Erneuerung des EEG werde über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands mitentscheiden.

Innovationen für mehr Energieeffizienz seien dabei ein wichtiger Punkt. Merkel appellierte an den Einzelhandel, weiter dazu beizutragen.

Vernünftige Arbeitsbedingungen

Die Beschäftigung in Deutschland ist auf Rekordstand: 42 Millionen Erwerbstätige, davon 29 Millionen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. "Natürlich ist das Thema Arbeitsbedingungen von allergrößter Bedeutung", so die Kanzlerin. Sie müssten so reguliert sein, dass sie für die Beschäftigten vernünftig sind, aber nicht Arbeitsplätze kosten.

Einzelhandel - Dienst am Kunden
Mit 400.000 Unternehmen und einem Umsatz von über 420 Milliarden Euro ist der Einzelhandel drittgrößte Wirtschaftsbranche in Deutschland.
Der HDE erwartet für das Weihnachtsgeschäft wie für das gesamte Jahr 2013 ein Umsatzplus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Online-Handel wird immer wichtiger. Der HDE erwartet hier für 2013 einen Umsatzanstieg von 12 Prozent.
Knapp drei Millionen Menschen sind im Einzelhandel beschäftigt. Er stellt damit in Deutschland jeden zwölften Arbeitsplatz. Drei Viertel der Beschäftigten sind Frauen.
Die Handelsunternehmen bilden 160.000 junge Leute in mehr als 30 Berufen aus. Mit circa acht Prozent ist die Ausbildungsquote überdurchschnittlich.

Donnerstag, 21. November 2013