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Wettbewerb "Jugend forscht"

Die Chemiker von morgen

Künstliche Rubine, 3D-Projektoren, spezielle Abwasserfilter: Die Sieger des Bundeswettbewerbs "Jugend forscht" haben in Paderborn ihre Auszeichnungen erhalten. Der Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ging an einen 17-jährigen Schüler aus Bayern. Er entwickelte ein Abwehrsystem für Flugdrohnen.

Drei Schüler präsentieren ihr Projekt: ein Modell der atomaren Struktur eines Rubins aus Tischtennisbällen. Für ihr Thema "Rubine aus dem Chemielabor" wurden Paul Rathke, Friedrich Wanierke und Christian Schärf prämiert. Foto: picture-alliance/dpa/Bernd Thissen

Unter dem Motto "Neues kommt von Neugier" hatten mehr als 12.000 Jungforscherinnen und Jungforscher in diesem Jahr an den Regional-und Landesausscheidungen teilgenommen. Für das Bundesfinale qualifizierten sich 191 Jugendliche mit 110 Projekten. In Paderborn kürte die Jury am Sonntag die Gewinner.

Ausgezeichnete Jungforscher

Auf der Suche nach den Forschern von morgen deckt der Wettbewerb die MINT-Fächer ab. MINT-Fächer sind Unterrichts- und Studienfächer beziehungsweise Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Auszeichnungen wurden fachgebietsübergreifend übergeben sowie in den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Wie sich mithilfe poröser metallischer Materialien gesundheitsschädliche Farbstoffe sowie ein Antibiotikum aus Abwässern herausfiltern lassen, zeigte der 19-jährige Felix Mede aus Sachsen. Dafür wurde er mit dem Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit ausgezeichnet.

Der Preis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit ging nach Brandenburg: Alexander Rotsch fand heraus, dass das Lichtspektrum, dem eine Pflanze ausgesetzt ist, deren chemische Abwehrkräfte stärker beeinflusst als bislang angenommen.

Tassilo Schwarz aus dem bayerischen Seeon entwickelte ein spezielles Abwehrsystem, mit dem sich unerwünschte Drohnen erkennen und ihre Daten ermitteln lassen. Für diese Erfindung erhielt er den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit. Seine Arbeit wird der Jungforscher Angela Merkel persönlich in Berlin vorstellen: Im September sind alle Prämierten zu einem Empfang im Kanzleramt eingeladen.

Forscher- und Erfindergeist fördern

Der Preis "Jugend forscht Schule 2016" der Kultusministerkonferenz der Länder ging an das Humboldt-Gymnasium in Berlin. Ausgezeichnet wird es für seine vorbildliche MINT-Förderung. Dazu zählen beispielsweise innovative Unterrichtsangebote wie das neu konzipierte Fach Technik und Natur. Gewinnbringend verbindet es Theorie und Praxis miteinander.

Die Geschichte des Wissenschaftswettbewerbs zeigt: Viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bleiben ihren Interessen treu und machen Karriere in Wissenschaft und Wirtschaft.

"Jugend forscht" ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, der Zeitschrift "stern" und der Wirtschaft. Die Kultusministerien und Schulen unterstützen den Wettbewerb maßgeblich. Schirmherr ist der Bundespräsident. Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung "Jugend forscht" ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Donnerstag, 26. Mai 2016