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Wirtschaft

Deutschland profitiert vom Euro

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu Geschlossenheit in der europäischen Wirtschaftspolitik aufgerufen. Es sei wichtig, Europa zu einer gemeinsamen Stabilitätsunion zu formen, sagte sie beim Tag der Deutschen Industrie. Gleichzeitig würdigte die Kanzlerin den Beitrag deutscher Unternehmen zum wirtschaftlichen Aufschwung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Tag der Deutschen Industrie des BDI 2011 Bundeskanzlerin Merkel beim BDI Foto: REGIERUNGonline/Henning Schacht

Auf dem Treffen von Wirtschaft und Verbänden hob Merkel die Leistungen der deutschen Wirtschaft hervor. Sie habe im laufenden Jahr ihr altes Niveau wieder erreicht. Mit 41 Millionen Beschäftigten hätten in Deutschland so viele Menschen Arbeit wie seit langem nicht, die Zahl der Arbeitslosen betrage nur drei Millionen. Soziale Marktwirtschaft im umfassenden Sinne habe sich in der Krise bewährt, sagte Merkel.

Euro ist die Zukunft

Die Kanzlerin sprach sich für eine Aufstockung der Kreditgarantien im Euro-Rettungsschirm aus: "Der Euro ist unsere gemeinsame Zukunft". Eine Zustimmung zum europäischen Rettungsfonds sei von allergrößter Bedeutung, so Merkel.

Griechenland müsse wieder Vertrauen gewinnen „Es ist richtig, dass wir den Weg der Schuldenunion verlassen und gemeinsam daraus eine Stabilitätsunion formen“, sagte sie über den Umgang mit der gemeinsamen Währung. Auf der Veranstaltung hatte zuvor der griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou für sein Land und Europa geworben.

Stabilität statt Schulden

Merkel sprach sich grundsätzlich gegen eine Beteiligung Deutschlands an neuen Konjunkturprogrammen aus: „Wir stehen einfach mal so für weitere Konjunkturprogramme nicht zur Verfügung“, sagte sie. 

Was Deutschland an Hilfestellung für Griechenland leisten könne, werde es leisten, sagte Merkel. Deutschland könne es mittelfristig nicht gutgehen, wenn es Europa nicht gutgehe.

Am Donnerstag wird der Bundestag über die Aufstockung von Kreditgarantien für den europäischen Rettungsschirm beraten. Ziel ist, die Garantien für Verbindlichkeiten in Höhe von derzeit 123 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro zu erhöhen. Zudem soll die so genannte europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) neue Instrumente erhalten, den Euro stabil zu halten. 

Dienstag, 27. September 2011