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Überschwemmungen auf dem Balkan

Deutschland erhöht Soforthilfe

Die Bundesregierung stockt ihre Hilfe für die vom Hochwasser betroffenen Länder auf. Außenminister Steinmeier stellt weitere 650.000 Euro bereit. Einen großen Teil der Gesamthilfe von einer Million Euro erhält das Technische Hilfswerk, das vor Ort im Einsatz ist.

Helfer erreichen Flutopfer mit dem Boot. In Sarajevo versorgen Helfer die Opfer mit dem Nötigsten Foto: picture-alliance/AA/Yordamovic

Vor allem Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kroatien kämpfen mit den Fluten. 48 Menschen kamen bislang nach den tagelangen schweren Unwettern ums Leben. Mit der deutschen Soforthilfe wird insbesondere der Einsatz des Technischen Hilfswerks vor Ort unterstützt. "Es ist gut, dass das Technische Hilfswerk den von der schweren Flutkatastrophe betroffenen Menschen in Südosteuropa schnell und professionell wichtige Hilfe leistet. Das ist gelebte europäische Solidarität", sagte Außenminister Steinmeier am Montag.

Anteilnahme für die Flutopfer

Die Bundeskanzlerin hat den Regierungschefs von Bosnien und Herzegowina sowie Serbien ihre Anteilnahme ausgesprochen. In ihren Kondolenzschreiben sicherte sie den Betroffenen die Hilfe Deutschlands und der Europäischen Union zu. In ihrem Telegramm an Serbiens Ministerpräsident Aleksandar Vucic schrieb Angela Merkel, die Vorgänge erfüllten sie mit "Trauer und Mitgefühl".

Sie äußerte ihr Beileid für die Angehörigen der Toten, den Verletzten wünsche sie rasche Genesung. Auch dem Ministerratsvorsitzenden von Bosnien und Herzegowina drückte sie ihre "aufrichtige Anteilnahme" aus. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Verletzten", erklärte Merkel.

Am Wochenende hatte bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier sein Mitgefühl ausgesprochen und den Betroffenen Unterstützung aus Deutschland zugesagt.

Tausende Menschen wurden vor den Fluten in Sicherheit gebracht, Zehntausende sind auf der Flucht. Derzeit suchen Helfer nach weiteren Toten. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Meteorologen sprechen vom stärksten Hochwasser seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Deutschen Botschaften in Belgrad und Sarajewo stehen in ständigem Kontakt mit den Behörden vor Ort. Experten des Technischen Hilfswerkes (THW) stimmen die konkrete deutsche Hilfe ab. Weitere Hilfsmaßnahmen werden koordiniert.

Mittwoch, 21. Mai 2014