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Flüchtlingshilfe

Deutschland bleibt verlässliche Kraft

Die Bundesregierung wird sich in der Flüchtlingsfrage auch weiter gegen illegale Migration einsetzen. "Unser Ziel ist es, illegale Migration zu verhindern und durch legale Möglichkeiten zu ersetzen." Das sagte Bundeskanzlerin Merkel vor ihrem Gespräch mit dem UN-Flüchtlingskommissar Grandi im Kanzleramt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, gehen zusammen im Kanzleramt. Merkel sagt Grandi während eines Treffens im Kanzleramt weiterhin verlässliche Hilfe zu. Foto: Bundesregierung/Bergmann

Auch künftig will sich Deutschland dafür einsetzen, Flüchtlingen vor Ort zu helfen oder ihnen legale Wege nach Deutschland zu ermöglichen. "Wir tun das in der Kooperation mit dem UNHCR rund um Syrien", aber auch mit Blick auf Libyen und die Tschadsee-Region, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zudem wird Deutschland 10.000 Flüchtlinge über das EU-Resettlement-Programm aufnehmen.

Unter "Resettlement" ist die Neuansiedlung von Schutzbedürftigen zu verstehen. Das bedeutet, dass Flüchtlinge aus einem Staat, in dem sie bereits um Schutz nachgesucht haben, von einem anderen Land dauerhaft aufgenommen werden. Das ist nötig, wenn den Flüchtlingen nicht zugemutet werden kann, in dem Erstaufnahmeland zu bleiben. Über dieses Verfahren wird jährlich eine bestimmte Anzahl von Menschen aus Drittstaaten in die EU aufgenommen. Die Schutzbedürftigen werden grundsätzlich vom UNHCR vorgeschlagen.

Deutschland ist zweitgrößter Geber

Der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi lobte das Engagement der Bundesregierung und dankte Deutschland für die finanzielle Unterstützung von UN-Organisationen wie UNHCR und Welternährungsprogramm. Laut Grandi ist Deutschland 2017 zweitgrößter Geber nach den Vereinigten Staaten geworden. Es habe seinen finanziellen Beitrag in den vergangenen drei bis vier Jahren verdreifacht. Deutschland sei damit "ein wichtiges Beispiel, dem hoffentlich viele folgen werden", so der Flüchtlingskommissar.

UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) wurde 1951 von der UN-Generalversammlung gegründet, um Millionen von europäischen Flüchtlingen in der Folge des Zweiten Weltkrieges zu helfen. An der Spitze von UNHCR steht der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Seit dem 1. Januar 2016 ist dies Filippo Grandi.

Montag, 23. April 2018

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Themenseite: Entwicklungspolitik

Entwicklungshelferin in Addis Abeba. Themenseite: Entwicklungspolitik Foto: Ralf Maro