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Partnerland China

CeBIT in Hannover eröffnet

Deutschland und China sollten bei Themen wie "Industrie 4.0" enger zusammenarbeiten, so Kanzlerin Merkel in ihrer Rede zur Eröffnung der Messe. China ist Partnerland der diesjährigen CeBIT. Bei einem Rundgang mit Chinas Vize-Premier Ma Kai informierte sich Bundeswirtschaftsminister Gabriel über die Entwicklungen.

Merkel am Rednerpult Bundeskanzlerin Merkel eröffnet die Informationstechnikmesse CeBIT. Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

China sei für Deutschland wichtigster Handelspartner außerhalb der EU, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in ihrer Rede. Die Bundesregierung setze sich für einen baldmöglichen Abschluss des geplante Investitionsschutz-Abkommens zwischen der EU und China ein.

Gründung der Plattform Industrie 4.0

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unternahm am Montag zusammen mit dem chinesischen Vize-Premierminister Ma Kai den traditionellen Eröffnungsrundgang.

Im Anschluss gaben Gabriel und Bundesforschungsministerin Wanka den Startschuss zur Gründung der Plattform Industrie 4.0. Dies zeige, dass alle relevanten Akteure aus Industrie, Wissenschaft, Gewerkschaft und Politik bei dem für den Wirtschaftsstandort Deutschland so wichtigen Thema an einem Strang zögen, erklärte Gabriel. Ziel sei es, Industrie 4.0 zu einer Erfolgsgeschichte für Deutschland zu machen und das Land als Leitanbieter für cyber-physische Produktionssysteme zu etablieren.

Gesamte Bandbreite der Digitalisierung

Bis 20. März präsentiert die IT-Branche neueste Trends auf der CeBIT. Rund 3.300 Aussteller aus etwa 70 Ländern, darunter 600 aus China, zeigen mehr als 5.000 Innovationen der digitalen Welt. Ergänzt wird die Messe durch zahlreiche Fachkonferenzen und Foren.

In diesem Jahr steht die CeBIT unter dem Motto "d!conomy". Modernste Informationstechnologie und Digitalisierung haben nahezu in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft Einzug genommen. Zu sehen ist daher die gesamte Bandbreite der Digitalisierung.

Neben neuen Produkten und Lösungen der digitalen Welt hat die CeBIT ein besonderes Augenmerk auf junge innovative Geschäftsmodelle gelegt. Mehr als 350 Start-Ups sowie Konzerne, Akzeleratoren und Investoren werden zu einer kreativen und geschäftigen Atmosphäre beitragen. Nicht zu kurz sollen die mittelständischen Unternehmen kommen. Daher hat die CeBIT das Angebot hier deutlich ausgeweitet.

Die CeBIT findet seit 1986 jedes Frühjahr auf dem Messegelände Hannover statt. Rund 280.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich im vergangenen Jahr an den Messeständen.

CeBIT-Partnerland: China

Partnerland der CeBIT ist in diesem Jahr China. Mehr als 600 chinesische Unternehmen werden ihre IT-Entwicklungen präsentieren. Darunter sind auch international bekannte Unternehmen wie Alibaba, Huawei, Xiaomi, ZTE und Neusoft.

China ist nach den USA der zweitgrößte IT-Markt weltweit. Nach einer aktuellen Studie des EITO (European Information Technology Observatory) wird der chinesische IT-Markt in diesem Jahr um 8,8 Prozent wachsen. Damit ist China eine der Nationen mit dem weltweit stärksten Wachstum im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation.

Auf der CeBIT ist China kontinuierlich zu Gast. Bereits zu Beginn der 90er Jahre präsentierten erste Unternehmen aus China auf der IT-Leitmesse ihre Lösungen. Seitdem wächst die Beteiligung kontinuierlich. Zur Jahrtausendwende stieg die Zahl auf 30 Aussteller, 2003 waren es rund 100 und 2009 bereits mehr als 300. Damit belegt China im Ranking der teilnehmenden ausländischen Nationen mit deutlichem Abstand den Spitzenplatz.

Bundesregierung präsentiert die Digitale Agenda

Die Präsenz der Bundessregierung auf der CeBIT steht ganz im Zeichen der Digitalen Agenda. An den Ausstellungsständen können sich die Besucher über aktuelle Entwicklungen im Bereich der IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Start-ups sowie den Ausbau der digitalen Infrastruktur informieren.

Montag, 16. März 2015